Lymphom: Kann die Wirkung von Ibrutinib auf T-Zellen der Inhibition des programmierten Zelltod-Rezeptors 1 zum Durchbruch verhelfen?

  • Herrera AF & al.
  • Am J Hematol
  • 17.10.2019

  • von David Reilly
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem follikulären Lymphom (R/R FL), mit einem von einer B-Zelle aus dem Keimzentrum stammenden R/R diffusen großzelligen B-Zell-Lymphom (GCB DLBCL) oder mit einem R/R nicht-GCB DLBCL konnte die zusätzliche Gabe von Durvalumab zu Ibrutinib die Wirksamkeit nicht bedeutend steigern.

Warum das wichtig ist

  • Von Ibrutinib ist bekannt, dass es die Aktivierung der zytotoxischen T-Zellen erhöht und die Sekretion proinflammatorischer Zytokine verstärkt. Diese Wirkungen sollten theoretisch synergistisch zu einer Inhibition von PD-1 (programmierter Zelltod-Rezeptor 1) wirken.

Studiendesign

  • Phase-II-Studie zur Untersuchung von Ibrutinib + Durvalumab bei Patienten mit R/R FL (n = 27), R/R GCB DLBCL (n = 17), nicht-GCB DLBCL (n = 16) oder nicht spezifiziertem DLBCL (n = 2).
  • Medianes Patientenalter: 60 Jahre (Altersbereich: 22–82).
  • Finanzierung: Pharmacyclics LLC, ein Unternehmen von AbbVie.

Wesentliche Ergebnisse

  • Gesamtansprechrate (ORR):
    • R/R FL: 26 % (95 %-KI: 11 %–46 %).
    • GCB DLBCL: 13 % (95 %-KI: 2 %–38 %).
    • Nicht-GCB DLBCL: 38 % (95 %-KI: 15 %–65 %).
  • Medianes progressionsfreies Überleben (PFS):
    • R/R FL: 10,2 Monate.
    • GCB DLBCL: 2,9 Monate.
    • Nicht-GCB DLBCL: 4,1 Monate.
  • Medianes Gesamtüberleben (OS):
    • R/R FL: nicht evaluierbar.
    • GCB DLBCL: 5,5 Monate.
    • Nicht-GCB DLBCL: 7,3 Monate.
  • Bei 56 % der Patienten kam es zu unerwünschten Ereignissen (UE) der Schweregrade 3–4.
  • Die häufigsten behandlungsbedingten UE von Grad 3–4 umfassten Neutropenie (21 %) und Dyspnoe (10 %).

Einschränkungen

  • Offenes Studiendesign.