Lungenkrebs: tödliche Lungenblutung mit antiangiogenen Wirkstoffen plus SBRT

  • JAMA Oncol

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten mit Lungenkrebs, die sich einer stereotaktischen Körperbestrahlung (SBRT) unterziehen und antiangiogene Wirkstoffe (AAA) erhalten, entwickeln 17-mal so häufig eine tödliche Lungenblutung als Patienten ohne AAA.
  • Die Toxizitätsrate von Grad ≥ 3 lag bei 22 %.

Warum das wichtig ist

  • Die lokale Kontrolle von ultrazentralen Lungentumoren ist unabdingbar, aber mit einem operativen Eingriff oder operativen Abtragung mit Hochfrequenzmethode auch problematisch, daher wächst das klinische Interesse an nichtinvasiven Therapien wie der SBRT.

Studiendesign

  • 88 Patienten mit Lungentumoren, die am proximalen Bronchialzweig angrenzten, oder deren anvisiertes Zielvolumen mit der Speiseröhre überlappte, unterzogen sich einer SBRT.
  • Finanzierung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • 9 Patienten (10 %) erhielten AAA innerhalb von 90 Tagen vor der SBRT.
  • Insgesamt litten 22 % an einer Toxizität von Grad ≥ 3.
  • 10 Patienten (11 %) erlitten tödliche Ereignisse, die möglicherweise in Zusammenhang mit der SBRT standen, darunter 6 mit tödlicher Lungenblutung.
  • 4 der 6 mit tödlicher Lungenblutung hatten AAA innerhalb von 30 Tagen vor der SBRT erhalten.
  • Patienten, die AAA erhielten, trugen ein signifikant höheres Risiko für eine tödliche Lungenblutung als Patienten ohne AAA (HR: 16,9; p 
  • Von den 6 weiteren Patienten, die AAA > 90 Tage vor der SBRT erhalten hatten, litt keiner an einer tödlichen Blutung.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.