Lungenkrebs-Screening: Anspruch höher bei sexuellen Minderheiten

  • Veliz P & al.
  • Cancer Epidemiol
  • 22.03.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Homosexuelle Männer und Frauen qualifizieren sich mit signifikant höherer Wahrscheinlichkeit für ein Lungenkrebs-Screening mit niedrigdosierter Computertomographie (LDCT), gemäß den Leitlinien der Medicare & Medicaid Services.

Warum das wichtig ist

  • Hier handelt es sich um die erste Studie zur Untersuchung von Lungenkrebs-Screening bei sexuellen Minderheiten, die ein höheres Risiko für Zigarettenkonsum und Tabak-assoziierte medizinischen Störungen tragen als Heterosexuelle.

Studiendesign

  • 20.685 Teilnehmer aus dem Behavioral Risk Factor Surveillance System.
  • Finanzierung: NIH.

Wesentliche Ergebnisse

  • 10,6 % der gesamten Kohorte qualifizierten sich für ein LDCT-Lungenkrebs-Screening; 8,4 % hatten im Vorjahr ein Screening erhalten.
  • Verglichen mit auf sie abgestimmte heterosexuelle Teilnehmer hatten Schwule (adjustierte Odds Ratio [aOR]: 3,58; 95 %-KI: 1,25–10,3) und Lesben (aOR: 4,95; 95 %-KI: 1,82–13,4), nicht aber bisexuelle Frauen einen signifikant höheren Anspruch auf ein Screening.
  • Schwule und lesbische Teilnehmer hatten sich im Vergleich zu heterosexuellen Teilnehmern trotz Anspruch mit geringerer Wahrscheinlichkeit im Vorjahr einem Screening unterzogen (aOR: 3,31; 95 %-KI: 1,38–7,94).
  • Bei einer Stratifikation nach Geschlecht blieb die Differenz zwischen lesbischen und heterosexuellen Frauen signifikant (aOR: 4,91; 95 %-KI: 1,60–15,1) bestehen, nicht aber zwischen schwulen und heterosexuellen Männern.

Einschränkungen

  • Die Daten zum Screening bezogen sich nur auf das Vorjahr.