Lungenkrebs: Sarkopenie häufig und sagt in Metaanalyse schlechteres Überleben voraus

  • Yang M & al.
  • Chest
  • 22.05.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • In einer Metaanalyse wurde aufgezeigt, dass beinahe die Hälfte der Lungenkrebspatienten an Sarkopenie leiden, die ein schlechteres Überleben bei kleinzelligen Lungenkarzinomen (SCLC) oder unterschiedlichen NSCLC-Stadien vorhersagt.

Warum das wichtig ist

  • Sarkopenie kommt bei Lungenkrebs häufiger vor als bei anderen Malignomen. Die Daten zu ihrem prognostischen Wert unterscheiden sich jedoch in den Studien.

Studiendesign

  • Meta-Analyse von 13 Studien mit 1.810 Lungenkrebspatienten.
  • Finanzierung: Health and Family Planning Commission of Sichuan Province; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die gepoolte Gesamtprävalenz der Sarkopenie lag bei 45 % (95 %-KI: 32 %–57 %).
    • 43 % bei NSCLC (95 %-KI: 32 %–54 %).
    • 52 % bei SCLC (95 %-KI: 32 %–57 %).
  • Sarkopenie wurde in folgenden Fällen insgesamt mit einem kürzeren OS assoziiert:
    • Lungenkrebs (HR: 2,23, 95 %-KI: 1,68–2,94)
    • NSCLC: HR: 2,57, 95 %-KI: 1,79–3,68
    • SCLC: HR: 1,59, 95 %-KI: 1,17–2,14
  • Bei NSCLC wurde Sarkopenie mit einem kürzeren OS bei einer Erkrankung im Stadium I–II (HR: 3,23, 95 %-KI: 1,68–6,23) und Stadium III–IV (HR: 2,19, 95 %-KI: 1,14–4,24) assoziiert.
  • Sarkopenie wurde zwar bei NSCLC mit einem schlechten PFS assoziiert (HR: 1,43, 95 %-KI: 1,04–1,97), aber nicht bei SCLC (95 %-KI beinhaltet 1).
  • Bei NSCLC:
    • Keine Assoziation mit dem DFS (95 %-KI beinhaltet 1).
    • Keine Assoziation mit einem Rezidiv der Erkrankung (lokales R.: p = 0,488, regionäres R.: p = 0,458, Fernrezidiv: p = 0,754).

Einschränkungen

  • Fehlender Konsens bei Sarkopenie-Definition in den Studien.