Lungenkrebs plus Lebermetastasen: Kombinierte Therapie oder nicht?

  • Qin BD & al.
  • Crit Rev Oncol Hematol
  • 30.01.2020

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Erstlinientherapie bestehend aus der Kombination eines Programmed Cell Death Protein 1/Ligand 1 (PD-1/PD-L1)-Inhibitors mit Chemotherapie zeigte vergleichbare Ergebnisse bei Lungenkrebspatienten mit und ohne Lebermetastasen.

Warum das wichtig ist

  • Vorangegangene Studien zur Immuntherapie beim Lungenkarzinom mit Lebermetastasen haben gemischte Resultate gezeigt; diese Ergebnisse deuten jedoch darauf hin, dass das Vorhandensein von Lebermetastasen kein entscheidender Faktor bei der Verschreibung einer Kombinationstherapie sein sollte.

Studiendesign

  • Metaanalyse von 8 RCTs mit 4485 Lungenkrebspatienten.
  • Finanzierung: keine offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • Insgesamt erzielte die kombinierte Therapie ein signifikant besseres PFS (gepoolte HRs 0,63; 95% KI 0,58-0,67) und OS (gepoolte HRs 0,67; 95% KI 0,57-0,78) als alleinige Chemotherapie.
  • Obwohl Patienten mit Lebermetastasen einen geringeren Überlebensvorteil unter einer kombinierten Therapie hatten, war der Unterschied nicht signifikant:
    • Ohne Lebermetastasen: PFS HR 0,60; 95% KI 0,55-0,65 und OS HR 0,70; 95% KI 0,62-0,80.
    • Mit Lebermetastasen: PFS HR 0,69; 95% KI 0,58-0,81 und OS HR 0,79; 95% KI 0,62-0,80.
    • Gepoolte Hazard-Ratios für PFS bei Patienten mit vs. ohne Lebermetastasen waren 1,11; 95% KI 0,92-1,34 und für OS 1,03; 95% KI 0,80-1,35.
  • Eine vergleichbare Wirksamkeit zeigte sich bei der Analyse von pathologischen Untergruppen der NSCLC-Patienten.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.