Lungenkrebs mit Hirnmetastasen: Direkte Ganzhirnbestrahlung verbessert Ansprechen und Überleben

  • Li C & al.
  • Cancer Manag Res
  • 01.01.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Patienten, die an einem EGFR+ Adenokarzinom der Lunge und Hirnmetastasen (HM) leiden und vor der Behandlung mit dem EGFR(epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor)-Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI) eine Ganzhirnbestrahlung (WBRT) erhielten, hatten ein signifikant besseres OS und eine signifikant bessere objektive Ansprechrate (ORR) als jene, die gleichzeitig mit der Behandlung mit den EGFR-TKI oder danach eine WBRT erhielten.
  • Patienten mit einem hohen Wert des Diagnosis-Specific Graded Prognostic Assessment (DS-GPA) sollten jedoch umgehend nach der Behandlung mit EGFR-TKI eine WBRT erhalten.

Warum das wichtig ist

  • Daten darüber, wie sich die Reihenfolge von WBRT und EGFR-TKI auf die Ergebnisse auswirkte, fehlten.

Studiendesign

  • 195 Patienten, die an einem EGFR+ Adenokarzinom der Lunge leiden und WBRT und EGFR-TKI erhielten.
  • Finanzierung: National Natural Science Foundation of China und andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 67 Patienten erhielten zuerst eine WBRT, 64 erhielten eine gleichzeitige Behandlung und 64 erhielten zuerst die EGFR-TKI.
  • Es gab eine signifikant bessere ORR bei der Behandlung, bei der die WBRT zuerst verabreicht wurde, im Vergleich zur gleichzeitigen Behandlung oder der Behandlung, bei der die EGFR-TKI zuerst verabreicht wurden (82 % vs. 64 % vs. 63 %, p = 0,004).
  • Es gab ein signifikant längeres OS bei der Behandlung, bei der die WBRT zuerst verabreicht wurde (36 Monate), im Vergleich zur gleichzeitigen Behandlung (25 Monate, p = 0,006) oder der Behandlung, bei der die EGFR-TKI zuerst verabreicht wurden (25 Monate, p 
  • Eine Behandlung, bei der die WBRT zuerst verabreicht wurde, wurde mit einem besseren OS assoziiert als eine gleichzeitige Behandlung (aHR: 1,373, p = 0,006) oder eine Behandlung, bei der die EGFR-TKI zuerst verabreicht wurden (aHR: 1,917, p = 0,004).
  • Eine Behandlung, bei der die EGFR-TKI zuerst oder gleichzeitig verabreicht wurden, wurde bei Patienten mit einem höheren DS-GPA-Wert (2–3) mit einem besseren OS assoziiert als bei jenen mit einem DS-GPA-Wert von 0–1,5 (p = 0,023).

Einschränkungen

  • Monozentrische, retrospektive Studie.