Lungenkrebs: Mehr als 90 Prozent aller Tabakkonsumenten weisen eine Tabakgebrauchsstörung auf

  • Paik SH & al.
  • PLoS One
  • 01.01.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Mehr als 90 Prozent der Studienteilnehmer mit Lungenkrebs, die im Jahr vor ihrer Diagnose Tabak konsumiert hatten, wiesen eine Tabakgebrauchsstörung (TUD) auf; die meisten Fälle waren schwerwiegend.

Warum das wichtig ist

Studiendesign

  • 200 Patienten mit Lungenkrebs, die innerhalb des Jahres vor der Diagnose Tabak konsumiert hatten.
  • Finanzierung: Gesetzliche Krankenversicherung, Republik Korea.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei 78,5 Prozent wurde gemäß DSM-IV-Kriterien eine Nikotinabhängigkeit diagnostiziert, bei 27,5 Prozent handelte es sich um schwerwiegende Fälle.
  • Bei 92,0 Prozent wurde gemäß DSM-V-Kriterien eine TUD diagnostiziert, wobei es sich bei 63,0 Prozent um schwerwiegende Fälle handelte.
  • 73,0 Prozent hatten versucht, mit dem Rauchen aufzuhören, und 41,5 Prozent mehr als einmal.
  • 42,5 Prozent gaben das Rauchen innerhalb von drei Monaten erfolgreich auf, 30,5 Prozent nach drei Monaten oder mehr.
  • 30,0 Prozent hatten sich einer Behandlung zur Raucherentwöhnung unterzogen, einschließlich Beratung, Nikotinersatztherapie und/oder Pharmakotherapie.
  • Patienten mit schwerer TUD hatten im Vergleich zu jenen mit moderater TUD mit geringerer Wahrscheinlichkeit > 3-mal versucht, das Rauchen aufzugeben (21,4 % vs. 63,2 %) p = 0,009).
  • Die Anzahl der Patienten, welche die TUD-Kriterien nach DSM-V erfüllten, war mit der kumulativen lebenslänglich gerauchten Menge (p = 0,001), mit den gerauchten Zigaretten/Tag (p = 0,032) und mit dem Nikotinabhängigkeitswert gemäß dem Fagerström-Test (p = 0,001) assoziiert.

Einschränkungen

  • Die gerauchte Menge beruhte auf Eigenangaben.