Lungenkrebs in den USA: Sterblichkeit durch NSCLC sinkt, stagniert aber beim SCLC

  • New England Journal of Medicine

  • von Michael Simm
  • Studien – kurz & knapp
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Kernbotschaften

Im Zeitraum von 2013 bis 2016 hat die Mortalität durch den Nichtkleinzelligen Lungenkrebs unter Männern in den USA jährlich um 6,3 % abgenommen. Von dem Trend profitierten alle Bevölkerungsgruppen und Ethnien gleichermaßen.

Hintergrund

Die Sterblichkeit durch Lungenkrebs sinkt sowohl in den USA als auch in einigen anderen Ländern. Allerdings ist nur wenig darüber bekannt, wie sich die Verbesserungen auf die unterschiedlichen Subtypen auf die Bevölkerung insgesamt auswirken.

Design

Die Studie nutzte Daten des Programmes „U.S. Surveillance, Epidemiology, and End Results“ (SEER), um die Angaben auf Sterbeurkunden mit der Krebsinzidenz in Beziehung zu setzen.

Ergebnisse

  • Die Mortalität durch den Nichtkleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC) in den USA sinkt noch schneller als die Inzidenz dieser Erkrankung. Daraus ergeben sich substanzielle Verbesserungen bei den Überlebenszeiten, die zeitlich mit der Zulassung der zielgerichteten Therapien („targeted therapies“) zusammenfallen.
  • Bei Männern hat die Inzidenz-basierte Mortalität durch den NSCLC zwischen 2013 und 2016 um jährlich 6,3 % abgenommen.
  • Die Überlebensraten stiegen von 26 % für Patienten, die im Jahr 2001 diagnostiziert wurden auf 35 % unter denjenigen, die ihre Diagnose im Jahr 2014 erhielten. Diese Verbesserungen erstreckten sich über alle Bevölkerungsgruppen und Ethnien.
  • Beim Kleinzelligen Lungenkrebs gab es derartige Verbesserungen nicht. Zurückgegangen ist lediglich die Inzidenz, die Überlebenszeiten sind dagegen unverändert.

Klinische Bedeutung

Die beobachtete Entwicklung legt nach Ansicht der Autoren nahe, dass die Reduktionen bei der Mortalität am besten durch Fortschritte der Behandlung zu erklären sind, und insbesondere durch die Zulassung und Anwendung zielgerichteter Therapien.

Finanzierung: Keine Angaben.