Lungenkrebs: hochdosierte Steroide und CCRT mit höherem PJP-Risiko verknüpft

  • Lee EH & al.
  • Sci Rep
  • 14.02.2019

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Patienten mit Lungenkrebs, die über einen längeren Zeitraum eine hochdosierte Steroidtherapie (20 mg Prednisolon-Äquivalent pro Tag für ≥ 3 Wochen) und begleitend dazu eine Radiochemotherapie (CCRT) erhielten, trugen ein höheres Risiko für die Entstehung einer Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (PJP) als Patienten, die diese Therapien nicht erhielten.

Warum das wichtig ist

  • Es werden zunehmend mehr Berichte zu PJP bei Patienten mit Krebs gemeldet. Noch weiß man aber zu wenig über die Infektion bei Lungenkrebs.
  • Eine Prophylaxe gegen PJP sollte für Hochrisikopatienten erwogen werden. 

Studiendesign

  • 112 Patienten mit Lungenkrebs und PJP und 336 Patienten mit Lungenkrebs und keiner PJP (Kontrollgruppe).
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Ähnliches medianes Alter, Geschlecht, Histopathologie und Krankheitsstadium zwischen den Gruppen.
  • 59,8 % der Patienten erhielten Steroide innerhalb von 1 Monat seit der PJP-Diagnose.
  • 61,6 % verstarben während der Behandlung der PJP: 72,5 % aufgrund respiratorischer Insuffizienz, 14,5 % aufgrund der progredienten Krebserkrankung und 13,0 % aufgrund respiratorischer Insuffizienz mit Krebsprogression.
  • Eine PJP war unabhängig mit einer längeren, hochdosierten Steroidtherapie (adjustierte Odds Ratio [aOR]: 1,96; p = 0,032) und CCRT (aOR: 2,09; p = 0,004) assoziiert.
  • Ein operativer Eingriff war zudem umgekehrt mit einer PJP assoziiert (aOR: 0,42; p = 0,008), wahrscheinlich weil operierte Patienten seltener eine Chemotherapie oder Radiotherapie erhielten.

Einschränkungen

  • Retrospektive, monozentrische Studie.