Luftverschmutzung führt weltweit zu Millionen von Notfallversorgungen wegen Asthma


  • Dawn O'Shea
  • Univadis Medical News
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Bis zu 33 Millionen Notfallversorgungen wegen Asthma weltweit könnten durch die Ozon- oder Feinstaubluftverschmutzung begründet sein, besagt eine Forschungsarbeit in Environmental Health Perspectives

Anhand von epidemiologischen Funktionen für Gesundheitsauswirkungen in Kombination mit Daten zur Bevölkerung, Asthmainzidenz und -prävalenz zum Ausgangszeitpunkt und Schadstoffkonzentrationen erstellten die Forscher einen neuen Datensatz nationaler und regionaler Häufigkeiten notfallmedizinischer Versorgungen bei Personen mit Asthma auf der Grundlage veröffentlichter Erhebungsdaten. Zur Schätzung der weltweiten Werte der Umweltverschmutzung wurde auf atmosphärische Modelle, Bodenüberwachungsgeräte und Satelliten mit Fernerkundungselementen zurückgegriffen.

Ausgehend von den Daten schätzen die Studienautoren, dass bis zu 23 Millionen Notfallversorgungen wegen Asthma pro Jahr auf Ozon zurückzuführen sind. Diese machen bis zu 20 % der jährlichen asthmabedingten notfallmedizinischen Versorgungen aus. Es wurde geschätzt, dass Feinstaub mit einem aerodynamischen Durchmesser kleiner als 2,5 Mikrometer (PM 2,5) die Ursache von weiteren 5–10 Millionen Notfallversorgungen ist, was 4–9 % der jährlichen Anzahl weltweit entspricht.

Umweltemissionen waren für ungefähr 37 % der Ozonwirkungen und 73 % der Wirkungen von PM 2,5 verantwortlich. Die übrigen Wirkungen waren natürlich vorkommenden Emissionen von Ozonvorstufen, beispielsweise aus Pflanzen, und natürlich vorkommendem PM 2,5, beispielsweise von Staub und Meersalz, zuzuschreiben, obwohl viele dieser Quellen ebenfalls vom Menschen beeinflusst werden.