Lobektomie sorgt bei MSPCL für besseres OS als sublobäre Resektion

  • Ann Thorac Surg

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Lobektomie sorgte bei der Behandlung eines metachronen sekundären Primärtumors der Lunge (MSPLC) für ein besseres Gesamtüberleben (OS) als eine sublobäre Resektion, vor allem, wenn der primäre Lungenkrebs zum Zeitpunkt der Erstdiagnose sich im Stadium I und N0 befand.

Warum das wichtig ist

  • Das Risiko für einen MSPLC nach einer Diagnose eines primären Lungenkrebs liegt bei 1 %–7 % pro Patient und Jahr, aber es war bislang nicht klar, welcher operative Ansatz hier der beste ist.

Studiendesign

  • 1.392 Patienten mit MSPLC der Jahre 1983 bis 2014 aus der SEER(Surveillance, Epidemiology, and End Results)-Datenbank, die mittels Propensity-Matching paarweise aufeinander abgestimmt wurden (n = 454 Paare).
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 655 erhielten wegen einer MSPLC eine Lobektomie und 737 eine sublobäre Resektion.
  • Die 5-jährige OS-Rate insgesamt betrug 47,5 %.
  • Nach einem Propensity-Matching hatte die Lobektomie-Gruppe ein signifikant besseres 5-jähriges OS als die Gruppe mit der sublobären Resektion (54,9 % vs. 42,8 %; HR: 0,821; 95 %-KI: 0,690–0,975).
  • Eine Lobektomie führte zu besseren Ergebnissen bei Patienten mit primärem Lungenkrebs im Stadium I (57,7 % vs. 44,5 %; HR: 0,768; 95 %-KI: 0,626–0,943), und eine sublobäre Resektion bot ein besseres OS für Patienten mit primärem Lungenkrebs im Stadium III (47,8 % vs. 31,4 %; HR: 1,755; 95 %-KI: 0,974–3,160).
  • Eine Lobektomie bot ein besseres OS bei einem primären Lungenkrebs im Stadium N0 (HR: 0,776; 95 %-KI: 0,646–0,932), nicht aber im Stadium N1 oder N2.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie.