Lipidsenkende Medikamente erweisen sich bei T1D als nützlich

  • Hero C & al.
  • BMJ Open Diabetes Res Care
  • 01.01.2020

  • von Miriam Tucker
  • Clinical Essentials
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Erkenntnis

  • Bei Erwachsenen mit Typ-1-Diabetes (T1D) ist eine hohe Adhärenz gegenüber einer kontinuierlichen lipidsenkenden Behandlung (LLT) mit einem niedrigeren Risiko für eine nicht-tödliche kardiovaskuläre Erkrankung (KVE) assoziiert, während ein Abbruch mit einem erhöhten Risiko verbunden ist.

Warum das wichtig ist

  • Die Bedeutung der LLT-Adhärenz bei T1D wurde noch nicht ausreichend untersucht.

Studiendesign

  • Schwedische, retrospektive, landesweite Studie mit 6.192 Erwachsenen mit T1D, die von 2006–2010 bis 2013 beobachtet wurden.
  • Die Adhärenz hinsichtlich einer kontinuierlichen Anwendung wurde anhand der Medication Possession Ratio (MPR) berechnet.
  • Finanzierung: Zuschüsse vom schwedischen Staat.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die mittlere MPR über 18 Monate lag während eines 18-monatigen Zeitraums der Expositionsuntersuchung bei 72 %.
    • 52 % der Teilnehmer hatten ein MPR > 80 %. 
    • 27 % brachen die LLT ab.
  • Mittlere Nachbeobachtungszeit: 3,6 Jahre bei nicht-tödlichen Ereignissen; 3,9 Jahre bei tödlichen Ereignissen.
  • Während der Nachbeobachtung: 637 nicht-tödliche KVE-Ereignisse, 58 tödliche KVE-Ereignisse und 302 Todesfälle aufgrund anderer Ursachen. 
  • Patienten mit einer MPR > 80 % wiesen ein um 22 % niedrigeres Risiko für nicht-tödliche KVE auf als Patienten mit einer MPR ≤ 80 %.
  • Patienten, welche die LLT absetzten, wiesen ein um 43 % höheres Risiko für nicht-tödliche KVE auf.
  • Patienten mit einer MPR > 80 % wiesen ein nicht-signifikant erhöhtes Risiko für tödliche KVE auf (HR: 1,96); p = 0,06).

Einschränkungen

  • Beobachtungsstudie, sodass verbleibende Störfaktoren möglich sind.
  • Die Adhärenz nach Erneuerung von Verschreibungen war nicht bekannt.
  • Gesündere Menschen sind möglicherweise adhärenter.
  • Personen, denen mehrere Medikamente ausgegeben wurden, wurden ausgeschlossen.