Lenalidomid + Obinutuzumab wirksam bei vorbehandeltem follikulären Lymphom

  • Morschhauser F, et al.
  • Lancet Haematol.
  • 08.07.2019

  • von David Reilly
  • Univadis Clinical Summaries
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Erkenntnis

  • Die Induktion und Erhaltung mit Lenalidomid + Obinutuzumab wurde bei rezidiviertem/refraktärem follikulären Lymphom gut vertragen und erwies sich auch bei Patienten mit frühem Rezidiv als wirksam.

Warum das wichtig ist

  • Für Patienten in dieser Studie standen keine anderen wirksamen Behandlungsoptionen zur Verfügung.

Studiendesign

  • Phase-II-Studie zur Untersuchung der Behandlung mit Obinutuzumab + Lenalidomid bei Patienten mit rezidiviertem/refraktärem follikulären Lymphom.
  • 89 Patienten wurden rekrutiert; 88 Patienten kamen in die Sicherheitspopulation, 86 Patienten waren in Bezug auf die Wirksamkeit evaluierbar.
  • Die Patienten hatten ≥ 1 vorheriges Rituximab-haltiges Behandlungsschema erhalten.
  • 27 % der Patienten hatten eine frühe Krankheitsprogression (innerhalb von ≤ 24 Monaten nach Erstdiagnose).
  • Finanzierung: Lymphoma Academic Research Organisation; Celgene; Roche.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bestes Ansprechen während der Induktion: 81 % (95 %-KI: 72 %–89 %).
  • Ansprechen am Ende der Induktion: 79 % (95 %-KI: 69 %–87 %).
  • Bestes Ansprechen während der Behandlung: 84 % (95 %-KI: 74 %–91 %).
  • Komplettansprechen: 27 %.
  • Unbestätigtes Komplettansprechen: 12 %.
  • Teilweises Ansprechen: 41 %.
  • In der Post-hoc-Analyse war das Gesamtansprechen zwischen Patienten mit frühem und späteren Rezidiv numerisch vergleichbar.
  • Ergebnisse nach 2 Jahren:
    • Progressionsfreies Überleben (PFS): 65 % (95 %-KI: 54 %–74 %).
    • Gesamtüberleben (OS): 87 % (95 %-KI: 78 %–93 %).
  • Dauer des Ansprechens: 70 % (95 %-KI: 57 %–79 %).
  • Die häufigsten unerwünschten Ereignisse von Grad 3–4 waren Neutropenie (43 %) und Thrombozytopenie (14 %).

Einschränkungen

  • Keine zentrale pathologische Auswertung.