Leitlinien-Review: Diagnose und Management pankreatischer Zysten

  • Nat Rev Gastroenterol Hepatol
  • 20.09.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Ein Überblick über US-amerikanische, europäische und internationale Leitlinien zur Behandlung und/oder Überwachung mukinöser zystischer Neoplasien (MCN) und intraduktaler papillär-mukinöser Neoplasien (IPMN).

Warum das wichtig ist

  • Zystische Neoplasien des Pankreas sind heterogen und werden zunehmend bei routinemäßigen Schnittbildverfahren entdeckt. Dabei werden Kliniker mit dem Dilemma konfrontiert, eine Balance zwischen Krebsprävention und dem Risiko chirurgischer Überbehandlung zu finden.

Wesentliche Punkte

  • Die meisten Pankreaszysten sind gutartig, einige jedoch können sich zu einem Pankreaskarzinom entwickeln.
  • Die überarbeiteten Leitlinien weisen darauf hin, dass folgende Charakteristika absolute Indikationen für die Resektion bei Patienten mit IPMN sind:
    • Obstruktiver Ikterus,
    • Ein kontrastverstärkter wandständiger Knoten oder solide Komponente ≥5 mm,
    • ein dilatierter Pankreasgang, und
    • positive Zytologie für fortgeschrittene Neoplasie.
  • Die europäischen Leitlinien empfehlen eine konservative Behandlung von MCN und IPMN
  • Internationale und US-amerikanische Leitlinien weisen darauf hin, dass jede MCN eine absolute Indikation für eine Resektion ist. Internationale Leitlinien weisen darauf hin, dass eine IPMN >30 mm eine relative Indikation für eine Resektion ist.
  • Patienten mit IPMN und MCN sollten lebenslang überwacht werden, solange sie bereit und fähig für eine eventuell notwendige Operation sind.
  • Patienten mit IPMN sollten nach einer Pankreatektomie wegen des Rezidivrisikos beobachtet werden. Das optimale Kontrollintervall wurde jedoch noch nicht bestimmt.