Leichter Rückgang von Hepatitis-C-Diagnosen in EU/EWR 2017


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Neue Daten zeigen einen Rückgang der Hepatitis-C-Diagnosen in der Europäischen Union/im Europäischen Wirtschaftsraum (EU/EWR) zwischen 2016 und 2017 um 9,8 %. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hat jedoch darauf hingewiesen, dass die Zahl aufgrund der Unterschiede bei den nationalen Testverfahren und umfassender Untererfassung keine genaue Abbildung der wahren epidemiologischen Last darstellt.

Laut dem jüngsten epidemiologischen Bericht zu Hepatitis C des ECDC wurden 2017 in 29 EU/EWR-Mitgliedsstaaten 31.273 Fälle gemeldet, bei Männern häufiger als bei Frauen. Am stärksten betroffen waren die Altersgruppen der 35- bis 44-Jährigen bei Männern und der 25- bis 34-Jährigen bei Frauen. 

Drogeninjektion war der vorrangige Übertragungsweg und für 44 % der Fälle mit Informationen zum Übertragungsstatus verantwortlich, gefolgt von nosokomialer Infektion, die 17 % aller akuten Fälle ausmachte, und von Sex zwischen Männern (15 %). 

Das ECDC zufolge zeige der hohe Anteil der gemeldeten Fälle, die der Injektion von Drogen zuzuschreiben sind, die Wichtigkeit von Maßnahmen der Schadensminimierung auf. „Die nach wie vor bestehenden nosokomialen Übertragungen und Übertragungen bei Männern, die gleichgeschlechtlichen Sex haben, in der Region weisen auf die Notwendigkeit hin, zielgerichtete und umfassende öffentliche Gesundheitsprogramme aufzustellen, die auf die lokale Epidemiologie zugeschnitten sind“, ergänzte es.