Langzeit-Follow-up reduziert CRC-Risiko nach Entdeckung eines Hochrisikoadenoms durch FOBT

  • Bjerrum A & al.
  • Int J Cancer
  • 02.01.2020

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Verlaufskontrolle von Hochrisikoadenomen, die nach einem Test auf okkultes Blut im Stuhl (FOBT) entdeckt wurden, senkt das Risiko für ein kolorektales Karzinom (CRC) auf das der Allgemeinbevölkerung.

Warum das wichtig ist

  • Die Studie untersucht als erste die Langzeitinzidenz von CRC bei Personen mit Adenomdiagnose nach FOBT.

Studiendesign

  • Populationsbasierte Kohortenstudie in 2 dänischen Landkreisen (2005-2006); n=80.563; Referenzpopulation n=1.240.348.
  • Finanzierung: keine offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 1924 (2,4%) hatten einen positiven FOBT, davon hatten 37% ein Adenom.
  • Basierend auf den europäischen Leitlinien für Qualitätssicherung im CRC-Screening und Diagnose waren 47% der Adenompatienten in der Gruppe mit mittlerem Risiko, 23% in der mit geringem Risiko und 30% in der mit hohem Risiko.
  • CRC-Inzidenz:
    • Patienten mit Adenom: 322 (95% KI 212-489) Fälle pro 100.000 Personenjahre.
    • Referenzgruppe: 244 (95% KI 242-247) Fälle pro 100.000 Personenjahre.
  • Hochrisikoadenome, die nach einem positiven FOBT gefunden wurden, waren mit einem höheren CRC-Risiko verbunden als die Referenzgruppe (aHR 1,80; 95% KI 1,00-3,26).
  • Hochrisikoadenome ohne Verlaufskontrolle waren mit einem höheren CRC-Risiko verbunden als die Referenzgruppe (aHR 3,34; 95% KI 1,67-6,69).
  • Patienten mit Hochrisikoadenom, die sich einer Kontroll-Koloskopie unterzogen, hatten ein ähnliches Risiko wie die Referenzgruppe.

Einschränkungen

  • Nicht randomisiert.