Langwirksame injizierbare antivirale Therapie für HIV-Infizierte mit Adhärenzproblem

  • Christopoulos KA & al.
  • Clin Infect Dis

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • HIV-Patienten mit einer nachweisbaren Virämie aufgrund von Adhärenzschwierigkeiten können unter einer langwirksamen injizierbaren antiretroviralen Therapie (LAI-ART) erfolgreich eine Virussuppression (VS) einleiten und erreichen.

Warum das wichtig ist

  • Eine LAI-ART kann bei Patienten mit Adhärenzschwierigkeiten eine angemessene Alternative zu einer täglich oder wöchentlich angewendeten ART bieten.

Wesentliche Ergebnisse

  • 51 Patienten, 39/51 Patienten erhielten ≥ 2 Folgeinjektionen, medianes Alter: 46 Jahre (Interquartilbereich: 39–55 Jahre)
  • 61 % (n = 24) der Patienten waren nicht weiß, 41 % (n = 16) lebten in einer instabilen Wohnsituation oder waren obdachlos, und 54 % (n = 20) gaben einen aktuellen Stimulanzienkonsum an.
  • 24 Patienten mit VS zu Behandlungsbeginn (mediane CD4-Zellzahl: 706 Zellen/mm3), 100 % (95 %-KI: 86–100 %) erhielten VS aufrecht.
  • 15 Patienten mit nachweisbarer Virämie (mediane CD4-Zellzahl: 99 Zellen/mm3), 80 % (n = 12; 95 %-KI: 55–93 %) hatten eine VS erreicht/aufrechterhalten.
  • 3 Patienten waren nicht viral supprimiert, alle wiesen bei median 22 Tagen einen Rückgang um 2 Logstufen auf.
  • Keine behandlungsbedingten Abbrüche, Nebenwirkungen zumeist leichte/mittelschwere Reaktionen an der Injektionsstelle, keine Hepatitis-B-Virämie
  • Erscheinen zu den Injektionen:
    • pünktlich: 87 % (n = 34; 95 %-KI: 73–94 %)
    • spät: 1 Injektion (n = 1), 2 Injektionen (n = 2, benötigten erneute Einleitung von 600 mg Cabotegravir/900 mg Rilpivirin oral)

Studiendesign

  • Prospektives LAI-ART-Kohorten-Demonstrationsprojekt mit HIV-Patienten, die eine städtische Sicherheitsnetz-Klinik besuchen (Juni 2021–April 2022) und aufgrund von Adhärenzschwierigkeiten keine VS erreichen und/oder beibehalten können
  • Finanzierung: NIH

Einschränkungen

  • Kleine Kohorte
  • Monozentrische Studie
  • Auswahlverzerrung
  • Begrenzte Verallgemeinerbarkeit