Langfristige Aspirineinnahme mit niedrigerem Risiko für HCC verknüpft

  • Simon TG & al.
  • JAMA Oncol
  • 04.10.2018

  • von Kelli Whitlock Burton
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die wöchentliche Einnahme von 1,5 Tabletten einer regulären Dosis (325 mg) Aspirin für mindestens 5 Jahre reduzierte das Risiko für hepatozelluläres Karzinom (HCC) um 49 %.

Warum das wichtig ist

  • Die Studie deutet darauf hin, dass Aspirin eine schützende Wirkung gegen HCC hat, aber welche Dosis zur Vorbeugung vor einer Chemotherapie benötigt wurde, war nicht bekannt.

Studiendesign

  • 87.507 Frauen der Studie, Nurses’ Health Study, und 45.864 Männer der Studie Health Professionals Follow-up Study, wurden analysiert.
  • Finanzierung: National Institutes of Health und andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • 108 HCC-Fälle im Verlauf einer > 26-jährigen Nachbeobachtung.
  • Die Verwendung von regulärem Aspirin war mit einem signifikant niedrigeren HCC-Risiko assoziiert (HR: 0,51; 95 %-KI: 0,34–0,77).
  • Das HCC-Risiko war abhängig von der Dosis:
    • 0,5–1,5 Tabletten pro Woche: HR: 0,87; 95 %-KI: 0,51–1,48.
    • 1,5 bis
    • ≥ 5 Tabletten pro Woche: HR: 0,49; 95 %-KI: 0,28–0,96.
  • Das HCC-Risiko sank signifikant mit zunehmender Dauer der Einnahme von regulärem Aspirin:
    • 5 bis
    • ≥ 10 Jahre Einnahme: HR: 0,55; 95 %-KI: 0,32–0,93.
  • Ein reduziertes HCC-Risiko bestand nachweislich mit der regelmäßigen wöchentlichen Einnahme von ≥ 1,5 oder mehr regulär dosierten Tabletten über einen Zeitraum von > 5 Jahren (HR: 0,41; 95 %-KI: 0,21–0,77).
  • Kein reduziertes HCC-Risiko ergab sich mit regulär dosierten nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) ohne Aspirin oder Paracetamol.

Einschränkungen

  • Die Mehrzahl der Teilnehmer und Teilnehmerinnen waren weiß.