Labor: Neue EBM-Ziffern ab April


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Berlin (pag) – Zwei neue Laboruntersuchungen werden zum 1. April in den EBM aufgenommen: der Nachweis von Anti-Drug-Antikörpern und die Vorbehandlung von roten Blutkörperchen mit Dithiothreitol.

Entsprechende Beschlüsse hat der Bewertungsausschuss gefasst. Nach Mitteilung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) gehen die Änderungen im EBM auf die Fachinformation zu Arzneimitteln zurück, zu denen derzeit eine frühe Nutzenbewertung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) erfolgt.

Demnach ergab sich unter anderem bei der Überwachung einer Enzymersatztherapie mit Velmanase (Lamzede®) Anpassungsbedarf bei den Gebührenziffern. Konkret geht es um den Nachweis von Anti-Drug-Antikörpern, die sich bilden und zu schweren Immunreaktionen führen können. Für diesen Nachweis gibt es ab April die Ziffer 32480 im EBM-Abschnitt 32.3.5 (Immunologische Un-tersuchungen). Ärzte erhalten je Untersuchung 18,65 Euro. Obwohl die Bildung von Antikörpern auch für andere Wirkstoffe beschrieben ist, konnte laut KBV im Bewertungsausschuss nicht erreicht werden, dass der Nachweis von Anti-Drug-Antikörpern arzneimittelunabhängig in den EBM aufgenommen wird.

Bei hämatologischen Neoplasien wird zur Vorbehandlung von Erythrozyten mit Dithiothreitol die EBM-Ziffer 32557 eingeführt. Sie wird in den EBM-Abschnitt 32.3.6 (Blutgruppenserologische Untersuchungen) aufgenommen und extra-budgetär mit 19,20 Euro je Untersuchung vergütet. Die Ziffer ist als Zuschlag zu den EBM-Nummern 32545 (Antikörpersuchtest in mehreren Techniken) oder 32556 (Kreuzprobe mit indirektem Antiglobulintest) bis zu viermal am Behandlungstag abrechenbar.