Krebsbehandlung optimieren während der COVID-19-Pandemie

  • ACS, ASCO
  • 27.03.2020

  • von Pavankumar Kamat
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Krebsversorgung muss während der aktuellen COVID-19-Pandemie weitergehen, aber es kann erforderlich sein, die Art und Weise der Versorgung zu ändern.

Wesentliche Punkte

  • Die American Cancer Society empfiehlt, das routinemäßige Krebsscreening zurückzustellen, um klinische Ressourcen zu schonen und die Exposition in Gesundheitseinrichtungen zu verringern.
  • Empfehlungen der Amerikanischen Gesellschaft für Klinische Onkologie (ASCO):
    • Elektive Operationen in stationären Einrichtungen sollten nach Möglichkeit verschoben werden.
    • Notwendige Operationen sollten nach Abwägung der möglichen Schäden durch eine Operationsverzögerung geplant werden.
    • Es gibt keine direkte Evidenz, die für eine Änderung der systemischen Behandlungsschemata während der Pandemie spricht, so dass eine routinemäßige Beendigung der Krebs- oder Immunsuppressionstherapie nicht empfohlen wird.
  • Die ASCO empfiehlt, klinische Entscheidungen individuell zu treffen:
    • Ein Abbruch der Behandlung kann für Patienten in tiefer Remission und unter Erhaltungstherapie eine Option sein.
    • Das Umstellen von intravenöser auf orale Therapie kann bei einigen Patienten erwogen werden.
    • Falls es eine lokale COVID-19-Übertragung an einem bestimmten Krebszentrum gibt, sollte eine 2-wöchige Behandlungspause oder das Verlegen der Therapie auf eine andere Einrichtung erwogen werden.
    • Die medizinische und logistische Durchführbarkeit von Infusionen zu Hause sollte geprüft werden.
    • Bei der Änderung oder Zurückstellung der Chemotherapie sollten sowohl die Indikation und die Ziele der Behandlung als auch die Position des Patienten im Behandlungsschema und die Verträglichkeit der Therapie berücksichtigt werden.
    • Bei der Verzögerung oder Modifizierung der adjuvanten Behandlung ist das Risiko einer Verschlechterung der Krankheitskontrolle und des Langzeitüberlebens zu berücksichtigen.
  • Bei Kandidaten für eine allogene Stammzelltransplantation kann eine Verzögerung der Behandlung sinnvoll sein, wenn die Krankheit aktuell mit der konventionellen Behandlung gut unter Kontrolle ist.
  • Derzeit gibt es keine Evidenz für eine prophylaktische antivirale Therapie für Patienten, die sich einer aktiven Krebsbehandlung unterziehen, aber es könnten jederzeit Daten verfügbar werden.

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