Krebs: neue Medikamente verhinderten 1,2 Millionen Todesfälle in den USA

  • MacEwan JP & al.
  • J Med Econ
  • 09.11.2020

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Zulassung von Krebsmedikamenten zwischen 2000 und 2016 ging mit einer deutlichen Verringerung der Todesfälle durch die häufigsten Krebsarten in den Vereinigten Staaten einher.
  • Am deutlichsten war der Rückgang der Mortalität bei Tumorarten mit relativ mehr Zulassungen, darunter Lungen- und Brustkrebs, Melanom, Lymphom und Leukämie.

Warum das wichtig ist

  • Neue Therapien sollten weiterhin als Schlüsselelemente der Tumorbehandlung betrachtet werden.

Studiendesign

  • Studie mit Krebspatienten in den USA zwischen 2000 und 2016.
  • Finanzierung: Pfizer.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Todesfälle pro 100.000 Einwohner gingen bei den 15 häufigsten Tumorarten um 24% zurück.
  • Pro Jahr wurden 10,2 neue Indikationen zugelassen.
  • 1.291.769 Todesfälle wurden verhindert (p
  • Verhinderte Todesfälle nach Tumorart:
    • Brust: 127.874.
    • Kolon/Rektum: 46.705.
    • Lunge: 375.256.
    • Prostata: 476.210.
    • Magen: 758.
    • Niere: 739.
    • Non-Hodgkin-Lymphom: 48.836.
    • Leukämie: 4.011.
  • Im Jahr 2016 waren die Zulassungen von Tumormedikamenten mit statistisch signifikant verringerten Todesfällen verbunden für:
    • Kolorektalkarzinom (p=0,004).
    • Lungenkarzinom (p
    • Mammakarzinom (p
    • Non-Hodgkin-Lymphom (p
    • Leukämie (p
    • Melanom (p
    • Magenkarzinom (p=0,019).
    • Nierenkarzinom (p
  • Die geschätzte Mortalität stieg um 825 Todesfälle bei Patienten mit Schilddrüsenkarzinom und um 7.768 bei Patienten mit Harnblasenkarzinom, da dort weniger Medikamente zugelassen wurden.

Einschränkungen

  • Die Analyse war auf 15 Tumorarten beschränkt.