Kopf-Hals-Karzinom: Welches Risiko besteht nach postoperativer Bestrahlung für kontralaterale Lymphknotenmetastase?

  • Wirtz MM & al.
  • Strahlenther Onkol
  • 12.12.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • 6,1 % der Patienten mit lateralisiertem Kopf-Hals-Karzinom (HNC) entwickelten nach postoperativer ipsilateraler Radiotherapie (RT) eine kontralaterale Lymphknotenmetastase (LKM).

Warum das wichtig ist

  • Das niedrige Gesamtrisiko deutet darauf hin, dass eine kontralaterale RT des Halses oftmals sicher umgangen werden kann.

Wesentliche Ergebnisse

  • 85,8 % der Patienten erreichten eine vollständige Resektion.
  • Die Rate des 5-jährigen Gesamtüberlebens (OS) betrug 73,6 %, die des 5-jährigen krankheitsfreien Überlebens (DFS) 70,9 %.
  • 22,8 % der Patienten erlitten ein lokoregionäres Rezidiv.
  • 6,1 % der Patienten erlitten LNM des kontralateralen Halses.
  • Alkoholkonsum war in einer multivariaten Analyse mit einem reduzierten OS (OR: 0,382; p = 0,007) und lokoregionärem Versagen (OR: 0,372; p = 0,019) assoziiert.

Studiendesign

  • 197 Patienten mit lateralisiertem HNC, die eine Tumorresektion und eine Neck-Dissektion erhielten (100 % erhielten eine ipsilaterale Dissektion, 73 % eine kontralaterale Dissektion), gefolgt von einer RT an der Stelle des Primärtumors und von ipsilateralem Hals. 30 %, die zudem eine begleitende Chemotherapie erhielten, wurden hinsichtlich Rezidiv- und Überlebensergebnissen analysiert.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Retrospektives Studiendesign.