Kopf-Hals-Karzinom: TP53-Analysen geben Aufschluss über Überleben

  • Kobayashi K & al.
  • Ann Surg Oncol
  • 21.03.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Die Sequenz der Tumorproteingene p53 (TP53) und der Proteinphänotyp p53 sind bei Patienten mit Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich (HNSCC) mit den postoperativen Ergebnissen assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Bedeutung des p53-Status bei der Prognosestellung von HNSCC ist bereits bekannt. Diese Studie spricht für den Nutzen einer genomischen Analyse von Proben aus Biopsie und operativem Eingriff.

Wesentliche Ergebnisse

  • Eine negative p53-Funktion aufgrund des TP53-Mutationsstatus und p53-Proteinphänotyps war im Vergleich zu einer positiven p53-Funktion mit einer reduzierten Rate des Gesamtüberlebens (OS) assoziiert (2-jähriges OS: 78 % vs. 87 %; 5-jähriges OS: 53 % vs. 77 %; p = 0,00048).
  • Eine negative p53-Funktion war laut einer multivariaten Analyse im Vergleich mit einer positiven p53-Funktion mit einem kürzeren OS (HR: 2,27; p = 0,00077), lokalrezidivfreien Überleben (HR: 2,42; p = 0,0019) und fernmetastasenfreien Überleben (HR: 3,55; p = 0,0019) assoziiert.
  • Bei Patienten mit Mundhöhlenkrebs und einem Resektionsrand von > 6 mm oder Larynx-/Pharynxkarzinom und einem Resektionsrand von > 4 mm war eine negative p53-Funktion mit einer höheren Rate von Lokalrezidiven als eine positive p53-Funktion assoziiert (14 % vs. 0 % [p = 0,044] bzw. 34 % vs. 0 % [p = 0,0028]).

Studiendesign

  • 317 operativ behandelte Patienten mit HNSCC wurden mittels Sequenzierung aller Exons der TP53-Proteine und immunhistochemischer Bestimmung der p53-Proteinphänotypen analysiert und in Zusammenhang mit den klinischen Ergebnissen gestellt.
  • Finanzierung: Japan Society for the Promotion of Science.

Einschränkungen

  • Retrospektive Studie an einem einzelnen Zentrum.
  • Es wurden nur die operativ behandelten Patienten berücksichtigt.