Kopf-Hals-Karzinom: PET/CT erkennt Fernmetastasen vor einer Salvage-Operation

  • Nøhr A & al.
  • Eur Arch Otorhinolaryngol
  • 11.07.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Mittels PET/CT-Scan mit [18F]Fluorodeoxyglucose (FDG) erkannte Fernmetastasen treten laut einer retrospektiven Studie bei etwa 30 % der Patienten mit rezidiviertem Plattenepithelkarzinom im Kopf- und Halsbereich (HNSCC) auf.

Warum das wichtig ist

  • Die Identifizierung von Fernmetastasen mittels PET/CT kann helfen, unnötige Salvage-Operationen zu vermeiden.

Wesentliche Ergebnisse

  • In 29,8 % der PET/CT-Scans wurden Fernmetastasen entdeckt (51 Patienten).
    • Die häufigsten Stellen waren Lunge, Knochen, Brustwandgewebe und Leber.
  • In der nach Jahr stratifizierten Analyse blieb die Rate der Fernmetastasen über die Jahre hinweg ähnlich (33,3 % im Jahr 2012, 33,3 % im Jahr 2013, 28,6 % im Jahr 2014; p = 0,55).
  • Das mediane Gesamtüberleben (OS) nach einem Rezidiv betrug 9 Monate (95 %-KI: 7–10).
    • 22 Monate für Patienten mit Salvage-Operation vs. 6 Monate für Patienten ohne (p 
    • Eine Salvage-Operation war bei Patienten ohne Fernmetastasen mit einem verbesserten Überleben assoziiert (p = 0,006), jedoch nicht bei Patienten mit Fernmetastasen (p = 0,9).

Studiendesign

  • 144 Patienten mit mittels PET/CT bestätigtem, rezidivierten HNSCC wurden eingeschlossen.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Retrospektives Studiendesign.