Kopf/Hals-Karzinom: adjuvante Bestrahlung mit erhöhtem Risiko für Schilddrüsenerkrankungen verknüpft

  • Lin CL & al.
  • BMC Cancer
  • 16.05.2019

  • von Brian Richardson, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Radiotherapie ist bei Patienten mit Kopf-Hals-Karzinom (HNC), die sich einer primären Tumorexzision (PTE) mit zusätzlicher Hals-Dissektion (ND) unterzogen hatten, laut einer landesweiten Kohortenstudie mit einem erhöhten Risiko für Schilddrüsenerkrankungen assoziiert.

Warum das wichtig ist

  • Die Zusammenhänge zwischen der Behandlungsmodalität und dem Risiko für Schilddrüsenerkrankungen sind unklar.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei Patienten, die sich einer PTE mit ND unterzogen hatten, war eine Radiotherapie (adjustierte Hazardrate [aHR]: 3,64; 95 %-KI: 2,28–5,81) und simultane Radiochemotherapie (aHR: 1,70; 95 %-KI: 1,05–2,77) mit einem erhöhten Risiko für eine Schilddrüsenerkrankung assoziiert.
  • Eine Radiotherapie und simultane Radiochemotherapie waren nicht signifikant assoziiert mit einem Risiko für Schilddrüsenerkrankungen bei Patienten, die sich nur einer PTE unterzogen hatten (aHR: 1,41 [95 %-KI: 0,56–3,58] bzw. aHR: 1,51 [95 %-KI: 0,54–4,23]).
  • Das Risiko für Schilddrüsenerkrankungen war nicht signifikant mit dem Tumorbefallsherd oder einer Reoperation assoziiert (p > 0,05).

Studiendesign

  • 11.190 Patienten mit HNC, von denen 3.730 sich nur einer PTE und 7.460 sich einer PTE mit ND unterzogen hatten, wurden in die Propensity-Score-Matching-Analyse mitaufgenommen.
  • Finanzierung: Chimei Medical Center, Taiwan.

Einschränkungen

  • Retrospektives Studiendesign.
  • Keine Informationen zum Stadium der Krebserkrankung oder Bestrahlungsdosis.