Konsensusbericht: MRT mit Kontrastmittel besser als CT für Screening bezüglich Leberzirrhose

  • Zech CJ & al.
  • Eur Radiol
  • 05.08.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine mit Gadoxetsäure verstärkte MRT hat gemäß dem Konsens von Radiologen am achten internationalen Forum für Magnetresonanztomografie der Leber aus dem Jahr 2017 eine bessere diagnostische Sensitivität als eine CT bei der Diagnose eines hepatozellulären Karzinoms (HCC).
  • Insgesamt werden in dem Konsensusbericht 20 übereinstimmende Erklärungen vorgestellt.

Warum das wichtig ist

  • Eine frühe HCC-Diagnose kann eine bessere Prognose mit sich bringen.

Studiendesign

  • Literaturauswertung und Bericht zu Konsensempfehlungen (> 50-prozentige Übereinstimmung unter 119 Radiologen) bezüglich der Verwendung von Gadoxetsäure für die kontrastmittelverstärkte MRT bei Patienten mit Leberzirrhose und anderen Risikofaktoren sowie entsprechende Chancen und Herausforderungen.
  • Finanzierung: Bayer HealthCare.

Wichtige Konsenserklärungen

  • Eine mit Gadoxetsäure verstärkte MRT ist dank Hyperenhancement in der arteriellen Phase und Hypointensität in der hepatobiliären Phase (HBP) für die Diagnose eines HCC der CT überlegen.
  • Hypointensität in der HBP einer mit Gadoxetsäure verstärkten MRT ist die empfindlichste Methode zur Diagnose hochgradiger dysplastischer Knoten, Frühphasen und präoperativer Stadien des HCC sowie des Ansprechens nach einer Resektion.
  • Mehr Forschung ist erforderlich, um die Dauer der bildgebenden Verfahren zu verkürzen (derzeit 35–40 Minuten) und Ansätze mit freier Atmung zu ermöglichen. 
  • Weitere Forschungsarbeiten sind erforderlich, um die Rolle der HBP bei der Vorhersage der mikrovaskulären Invasion zu bestimmen.

Einschränkungen

  • Standardisierte Evidenzstufe wurde für Konsenserklärungen nur selten berichtet.
  • Sensitivität der mit Gadoxetsäure verstärkten MRT wurde nicht spezifiziert.