Kolonkarzinom: Primärstelle gibt Aufschluss über Ergebnisse einer Zytoreduktionsoperation

  • Kotha NV & al.
  • Ann Surg Oncol
  • 23.04.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Kolonkarzinom mit peritonealen Metastasen, die mit einer Zytoreduktionsoperation (CRS) mit oder ohne hyperthermische intraperitoneale Chemotherapie (HIPEC) behandelt wurden, gibt ein rechtsseitiger Befall Aufschluss über schlechtere Überlebenschancen.

Warum das wichtig ist

  • Vorher wurde in der Studie PRODIGE 7 kein Unterschied im Gesamtüberleben (OS) zwischen Patienten gefunden, die eine CRS oder CRS in Kombination mit einer HIPEC erhalten hatten. Das lässt darauf schließen, dass die Patientenauswahl eine wichtige Rolle spielen könnte.

Studiendesign

  • Multizentrische, retrospektive Kohortenstudie von 336 Patienten mit Primärtumoren im Darm, die sich einer CRS mit oder ohne HIPEC mit kurativer Absicht unterziehen.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Wesentliche Ergebnisse

  • 53,3 % der Patienten hatten rechtsseitige Tumoren und waren mit höherer Wahrscheinlichkeit älter (medianes Alter: 57 vs. 51 Jahre; p 
  • Eine Perforation trat bei rechtsseitigen Tumoren häufiger auf (28 % vs. 15 %; p = 0,036).
  • Laut einer multivariaten Analyse war ein kürzeres krankheitsfreies Überleben (DFS) mit einem Primärtumor auf der rechten Seite (HR: 1,75; p = 0,004) und einer Verabreichung der HIPEC (HR: 0,04; p = 0,003) assoziiert.
  • Laut einer multivariaten Analyse war ein kürzeres OS mit rechtsseitigen Tumoren assoziiert (HR: 1,72; p = 0,020).
  • Bei Patienten mit vollständiger Zytoreduktion (CC-0/1) waren rechtsseitige Tumoren mit einem kürzeren medianen OS assoziiert (30,0 vs. 45,4 Monate; p = 0,028).

Einschränkungen

  • Retrospektive Analyse.