Kleine Raumforderungen in den Nieren: Langzeitdaten sprechen für perkutane Ablation

  • Eur Urol
  • 03.05.2019

  • von Deepa Koli
  • Univadis Clinical Summaries
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit Raumforderungen der Nieren im Stadium cT1 unterschieden sich das lokale rezidivfreie, metastasenfreie und krebsspezifische Überleben (LRFS, MFS bzw. CSS) langfristig nicht signifikant zwischen einer perkutanen Ablation und einer partiellen Nephrektomie (PN).

Warum das wichtig ist

  • Eine perkutane Ablation könnte eine akzeptable Option für Patienten sein, die sich für einen operativen Eingriff nicht eignen.

Studiendesign

  • Retrospektive Studie von 1.798 Patienten mit primärem Nierentumor im Stadium cT1N0M0 (cT1a: n = 1.422; cT1b: n = 376), die sich in den Jahren 2000–2011 einer PN, perkutanen Radiofrequenzablation (RFA) bzw. Kryoablation unterzogen hatten.
  • Finanzierung: Keine.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Verlaufskontrolle (Bereich): 6,0–9,4 Jahre.
  • LRFS, MFS und CSS unterschieden sich nicht zwischen:
    • RFA und PN bei cT1a-Patienten: HR: 1,49 (p = 0,4), 1,46 (p = 0,6) bzw. 1,99 (p = 0,5)
    • Kryoablation und PN bei cT1a-Patienten: HR: 1,88 (p = 0,18), 0,23 (p = 0,15) bzw. 0,29 (p = 0,4) oder
    • Kryoablation und PN bei cT1b-Patienten: HR: 1,22 (p = 0,8), 0,95 (p > 0,9) bzw. 1,94 (p = 0,4).
  • Die 5-jährigen CSS-Raten betrugen bei cT1a-Patienten 99,3 %, 95,6 % und 100 % für PN, RFA bzw. Kryoablation und 98 % und 91 % für PN und Kryoablation bei cT1b-Patienten.
  • RFA und Kryoablation waren bei cT1a-Patienten mit schlechteren Ergebnissen im Gesamtüberleben (OS) als eine PN assoziiert (HR,: 1,81 bzw. 2.03; p 
  • Eine Kryoablation war bei cT1b-Patienten mit einem schlechteren OS als eine PN assoziiert (HR: 2,74; p 

Einschränkungen

  • Monozentrische Studie; Auswahlbias.