Kieferknochenschwund geht rheumatoider Arthritis voraus


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
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Geringfügiger Kieferknochenschwund kann dem klinischen Beginn von Symptomen von rheumatoider Arthritis (RA) vorausgehen, besagt eine neue Forschungsarbeit von der Umeå University in Schweden, die in Arthritis & Rheumatology veröffentlicht wurde. 

Für die Studie wurden geringfügige Ausprägungen von Kieferknochenschwund auf Zahnröntgenbildern der prämolaren/molaren Regionen des Kiefers von 176 Teilnehmern gemessen, von denen 93 RA bekommen hatten. Von diesen hatten 46 dokumentierte Röntgenbilder, die dem Symptombeginn vorausgingen, und für 45 von ihnen konnten Referenzpersonen in Bezug auf Geschlecht, Alter und Raucherstatus abgestimmt werden.

Verglichen mit den abgestimmten Referenzpersonen war der Knochenschwund bei präsymptomatischen Personen, die niemals geraucht hatten, signifikant höher. Höhere Ausprägungen des Knochenschwunds waren mit einem höheren Risiko des nachfolgenden Entstehens von RA verbunden. Bei Rauchern wurde kein Zusammenhang festgestellt.

Die Forscher analysierten auch die Plasmakonzentrationen des Rezeptor-Aktivators des nuklearen Faktor-Kappa-B-Liganden (RANKL) und der Antikörper gegen citrullinierte Peptide (ACPA) der Teilnehmer. Bei präsymptomatischen, RANKL-positiven Teilnehmern wurde ein signifikant höherer Grad von geringfügigem Kieferknochenschwund festgestellt. Personen, die RANKL- und ACPA-positiv waren, wiesen einen noch ausgeprägteren Kieferknochenschwund auf.

„Unsere Ergebnisse weisen auf eine kausale Beziehung zwischen Parodontitis und rheumatoider Arthritis hin. Nichtsdestotrotz werden weitere klinische Studien und Studien zu den grundlegenden Mechanismen benötigt, um das Bestehen eines kausalen Zusammenhangs mit Sicherheit nachzuweisen“, sagte die Autorin Solbritt Rantapää-Dahlqvist.