Kidney Week 2019 — Atrasentan senkt Risiko für renale Ereignisse bei T2D und chronischen Nierenkrankheiten


  • Marielle Fares, Pharm.D.
  • Conference Reports
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Erkenntnis

  • Atrasentan reduzierte das Risiko für renale Ereignisse bei Patienten mit Typ-2-Diabetes (T2D) und chronischen Nierenkrankheiten.
  • Bei Patienten mit T2D und hohem Risiko für ein terminales Nierenversagen können selektive Endothelin-Rezeptorantagonisten die Nierenfunktion schützen.

Warum das wichtig ist

  • Die Behandlung mit einem niedrig dosierten Endothelin-A-Rezeptorantagonisten bei T2D reduziert Albuminurie, ohne Natriumretention zu verursachen, aber die langfristigen Behandlungseffekte auf nierenbezogene Ergebnisse sind unbekannt.

Studiendesign

  • Doppelblinde, randomisierte und placebokontrollierte multizentrische Studie an Erwachsenen mit T2D, einer geschätzten glomerulären Filtrationsrate (eGFR) von 25–75 ml/Minute/1,73 m2 und einem Albumin-Kreatinin-Quotienten im Urin (UACR) von 300–5.000 mg/g, denen 4 Wochen lang Renin-Angiotensin-Inhibitoren verabreicht worden waren.
  • Zur Beurteilung des Ansprechens wurde während des Anreicherungszeitraums täglich 0,75 mg Atrasentan oral verabreicht.
  • Responder (Patienten mit einem Rückgang des UACR um 30 % ohne substanzielle Flüssigkeitsretention) (n = 2.648) wurden per Zufallsverfahren aufgeteilt und erhielten entweder Atrasentan oder ein Placebo.
  • Der primäre Endpunkt war eine Kombination aus einer Verdoppelung des Kreatinins im Serum während ≥ 30 Tagen, einem terminalen Nierenversagen (eGFR von 15 ml/min/1,73 m2 während 90 Tagen), chronischer Dialyse während > 90 Tagen, einer Nierentransplantation oder dem Tod durch Nierenversagen bei Respondern.

Wesentliche Ergebnisse

  • Bei einer medianen Nachbeobachtung von 2,2 Jahren war der zusammengesetzte renale Endpunkt bei 79 Patienten unter Atrasentan (6 %) und 105 Patienten unter dem Placebo (7,9 %) eingetreten (HR: 0,65; 95 %-KI: 0,49–0,88; p = 0,0047).
  • In der Atrasentan-Gruppe wurden Flüssigkeitsretention und Anämie beobachtet; eine Aufnahme ins Krankenhaus wegen Herzinsuffizienz trat in beiden Gruppen auf (3,5 % bzw. n = 47 unter Atrasentan gegenüber 2,6 % bzw. n = 34 in der Placebogruppe) (HR: 1,33; 95 %-KI: 0,85–2,07; p = 0,208).