Keine Bedarfsplanung für Hebammenversorgung

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Berlin (pag) – Eine Bedarfsplanung für die ambulante Hebammenversorgung ist nicht geplant. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (Drucksache: 19/11674) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (DS: 19/11271) hervor. Diese bat um Auskünfte über mögliche Versorgungsengpässe bei den Geburtshelferinnen.

 

Darüber liegen der Bundesregierung allerdings keine verlässlichen Informationen vor. „Verschiedene Länder haben Gutachten in Auftrag gegeben, um die Versorgungslage auf einer soliden Datenbasis beurteilen zu können. Dabei kommt ein Teil der Länder zu dem Ergebnis, dass es keine Probleme bei der Hebammenversorgung gibt. Andere Länder bejahen Engpässe in bestimmten Regionen“, heißt es in der Antwort. Die Regierung verweist in diesem Zusammenhang auf ein Anfang des Jahres in Auftrag gegebenes Gutachten, das die stationäre Versorgungssituation in Deutschland umfassend darstellen und analysieren soll. Sie betont, dass die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe und der Erhalt der Geburtshilfe ein „wichtiges Anliegen“ der Großen Koalition sei. Eine Bedarfsplanung „vergleichbar mit derjenigen im ärztlichen Bereich, bei der der Versorgungsgrad mittels einer Verhältniszahl (Schwangere-Hebammen) bestimmt wird“, hält sie allerdings für „nicht sachgerecht“. Die Aufgabe, eine bedarfsgerechte Versorgung mit ambulanten geburtshilflichen Hebammenleistungen sicherzustellen, habe der Gesetzgeber der Selbstverwaltung, also den Vertragspartnern des Hebammenhilfevertrages, übertragen.

Die Antwort der Bundesregierung inklusive Fragen der FDP finden Sie hier.