Kastrationsresistentes Prostatakarzinom: Welches ist die optimale Abirateron-Enzalutamid-Sequenz?

  • Khalaf DJ & et al.
  • Lancet Oncol
  • 11.11.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Bei Patienten mit metastasiertem kastrationsresistentem Prostatakarzinom (mCRPC) zeigt die Behandlungssequenz von Abirateron+Prednison gefolgt von Enzalutamid eine längere Dauer bis zur PSA-Progression und mehr Patienten mit PSA-Response als die umgekehrte Behandlungssequenz.

Warum das wichtig ist

  • Dies ist die erste randomisierte Studie mit Kopf-an-Kopf-Vergleich von Abirateron+Prednison und Enzalutamid.
  • Enzalutamid in der Zweitlinie kann bei der ersten Progression unter Abirateron+Prednison als geeignete Behandlungsoption erachtet werden.

Studiendesign

  • Phase 2-Studie von 202 Patienten mit mCRPC, die 1:1 randomisiert Abirateron+Prednison gefolgt von einem Crossover zu Enzalutamid bei PSA-Progression (Abirateron-Enzalutamid-Gruppe) oder umgekehrt (Enzalutamid-Abirateron-Gruppe) zugeteilt wurden.
  • Finanzierung: Canadian Cancer Society Research Institute; andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die durchschnittliche Beobachtungsdauer war 30,7 Monate.
  • Primärer Endpunkt: in der Abirateron-Enzalutamid- vs. der Enzalutamid-Abirateron-Gruppe:
    • Die mittlere Dauer bis zur zweiten PSA-Progression war 19,3 vs. 15,2 Monate (HR 0,66; p=0,36).
    • 36% vs. 4% der Patienten zeigten eine PSA-Response (p
  • Die Dauer bis zur PSA-Progression war nach der Erstlinienbehandlung statistisch nicht unterschiedlich (HR 0,95; p=0,78).
  • Eine PSA-Response konnte bei 68% der Patienten mit Abirateron in der Erstlinie und bei 82% der Patienten mit Enzalutamid in der Erstlinie beobachtet werden.
  • Die Rate an schwerwiegenden Nebenwirkungen war 15% unter Abirateron+Prednison und 20% unter der Enzalutamid-Abirateron-Sequenz.
  • Die häufigsten Nebenwirkungen Grad 3-4 waren Hypertonie und Fatigue.

Einschränkungen

  • Open-Label-Studie.