Kardiologen arbeiten durchschnittlich 57 Wochenstunden

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Berlin (pag) – Arztpraxen verzeichnen zwar ein finanzielles Plus, doch arbeiten Niedergelassene mehr als Selbstständige in anderen Branchen. Das geht aus dem Praxis-Panel 2017 des Zentralinstituts (Zi) für kassenärztliche Versorgung hervor. Es hat die wirtschaftliche Lage der Arztpraxen von 2013 bis 2016 untersucht.

 

Ärzte arbeiteten 2016 im Schnitt 50 Wochenstunden, ermittelt das Zi. Rechnet man die psychotherapeutische und psychosomatische Versorgung dazu, ergibt sich eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 48 Stunden. Spitzenreiter sind die Kardiologen mit 57 Stunden. Die gewöhnliche Wochenarbeitszeit der Selbstständigen aller Branchen betrug 2016 durchschnittlich 42 Stunden, heißt es im Praxis-Panel, das sich dabei auf das Statistische Bundesamt bezieht. Angestellte Ärzte arbeiteten im Schnitt rund 23 Wochenstunden.

Die Einnahmen aus der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für Arztpraxen stiegen laut Panel um durchschnittlich 5,3 Prozent jährlich. „Dabei wuchs der Anteil der aus der GKV erzielten Einnahmen von 74,1 Prozent im Jahr 2013 auf 75,8 Prozent im Jahr 2016“, teilt das Zi mit. Die Überschüsse der Praxen stiegen unter Berücksichtigung der Inflationsrate um durchschnittlich 5,3 Prozent pro Jahr an – im Schnitt auf 170.400 Euro im Jahr 2016. Damit lagen sie über der Entwicklung der Tariflöhne, die im Jahresmittel um vier Prozent zulegten.

Im Berechnungszeitraum stiegen die Betriebskosten insgesamt um 9,9 Prozent an, ist dem Bericht zu entnehmen. Hauptsächliche Kostentreiber waren dabei die Personalaufwendungen (+18,4 Prozent) und die Mietkosten (+3,8 Prozent), hält das Zi fest. Gleichzeitig deuten sinkende Abschreibungsraten (-12,3 Prozent) und steigende Wartungs- und Instandhaltungskosten (+18,6 Prozent) auf eine längere Nutzung der Geräte hin.

Das Zi-Praxis-Panel finden Sie hier:
https://www.zi.de/fileadmin/images/content/PDFs_alle/Jahresbericht_2017_2019-06-14.pdf