Kann modifizierte Babynahrung Typ-1-Diabetes vorbeugen?


  • Mary Corcoran
  • Medizinische Nachrichten
Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten. Der Zugang zum gesamten Inhalt dieser Seite ist nur Angehörigen medizinischer Fachkreise vorbehalten.

Neue Ergebnisse einer internationalen Studie zeigen, dass die Umstellung von Säuglingen auf hydrolysierte Formulanahrung von der regelmäßigen Zufuhr von kuhmilchbasierter Babynahrung zu keiner Reduktion der Inzidenz von Typ-1-Diabetes führte.  

Frühere Forschung hat darauf hingewiesen, dass die Exposition gegenüber komplexen, fremden Proteinen, wie den Proteinen der Kuhmilch, das Risiko für Typ-1-Diabetes bei Personen mit einem genetischen Risiko für Typ-1-Diabetes erhöht. Im Rahmen der TRIGR-Studie („Studie zur Reduzierung von IDDM bei Personen mit genetischem Risiko“) wurden 2.159 Säuglinge in 15 Ländern mit einer Anfälligkeit für über das humane Leukozyten-Antigen übertragene Erkrankungen und einem Verwandten ersten Grades mit Typ-1-Diabetes randomisiert entweder einer stark hydrolysierten Formulanahrung (n = 1.081) oder konventioneller Babynahrung (n = 1.078) zugewiesen. Die Teilnehmer wurden durchschnittlich 10 Jahre lang beobachtet.

Die Autoren stellten fest, dass eine Umstellung auf die hydrolysierte Formulanahrung verglichen mit kuhmilchbasiertem Protein die Inzidenz von Typ-1-Diabetes nicht verringerte. Insgesamt erkrankten 8 % der Teilnehmer an Typ-1-Diabetes, was nahe der erwarteten Rate von 7,5 % war.

In einem Beitrag in JAMA sagten die Autoren, die Studie weise darauf hin, dass Kuhmilch keine entscheidende Rolle in der Entwicklung von Typ-1-Diabetes spielt und die Ergebnisse nicht für eine Notwendigkeit der Korrektur der aktuellen Ernährungsempfehlungen für Säuglinge mit erhöhtem Risiko für Diabetes sprechen.