Kanadische Studie: Medizinisches Cannabis bei Kopf-Hals-Karzinom mit besserer QoL verknüpft

  • Zhang H & al.
  • JAMA Otolaryngol Head Neck Surg
  • 02.08.2018

  • aus Brian Richardson, PhD
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Kohortenstudie mit abgestimmten Fallpaaren deutet darauf hin, dass der Cannabisgebrauch bei Patienten mit neu diagnostiziertem Kopf-Hals-Karzinom (HNC) mit einer verbesserten Lebensqualität (QoL) und verbesserten psychosozialen Symptomen assoziiert ist.

Warum das wichtig ist

  • Hier handelt es sich um die erste Studie zur Untersuchung der QoL und psychosozialer Probleme in Zusammenhang mit dem Cannabisgebrauch bei Patienten mit neu diagnostiziertem HNC.

Wesentliche Ergebnisse

  • Cannabis-Anwender hatten einen signifikant niedrigeren durchschnittlichen Score in den Domänen im EuroQOL-5D zu Angst/Depression (1,34 vs. 2,08; Differenz: 0,74; 95 %-KI: 0,56–0,93) und Schmerz/Unbehagen (1,53 vs. 1,82; Differenz: 0,29, 95 %-KI: 0,04–1,54).
  • Cannabis-Anwender wiesen in den Domänen Schmerz (1,85 vs. 2,72; Differenz: 0,87; 95 %-KI: 0,04–1,69), Angst (0,77 vs. 5,30; Differenz: 4,53; 95 %-KI: 3,97–5,09) und Depression (0,72 vs. 3,19; Differenz: 2,47; 95 %-KI: 1,67–3,27) des Edmonton Symptom Assessment Systems eine signifikant bessere QoL sowie eine signifikant bessere Bewertung im Allgemeinzustand auf (4,05 vs. 2,12; Differenz: 1,93; 95 %-KI: 1,13–2,74).

Studiendesign

  • 148 Patienten mit neu diagnostiziertem HNC (74 Cannabis-Anwender; 74 Nichtanwender) wurden hinsichtlich QoL und psychosozialer Symptome analysiert.
  • Finanzierung: Nicht offengelegt.

Einschränkungen

  • Die Anwendung als Freizeitdroge und nicht als medizinisch verabreichtes Cannabis wurde untersucht.