Kalzium und Vitamin D verringern Frakturrisiko bei gemeindeansässigen, älteren Menschen nicht


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Während die Praxisleitlinien Kalzium- und Vitamin-D-Ergänzungen bei älteren Menschen empfehlen, um Frakturen bei Personen mit Osteoporose vorzubeugen, weisen neue Ergebnisse darauf hin, dass sie für gemeindeansässige Erwachsene möglicherweise keinen Nutzen bringen. 

Frühere Studien sind zu gemischten Schlussfolgerungen über einen Zusammenhang zwischen den Präparaten und dem Frakturrisiko gekommen. Im Rahmen einer neuen Studie, die in JAMA veröffentlicht wurde, untersuchten Forscher die Daten von 51.145 Erwachsenen, die in 33 randomisierte Prüfungen aufgenommen waren, um zu untersuchen, ob Kalzium, Vitamin D oder kombinierte Kalzium- und Vitamin-D-Ergänzungen bei gemeindeansässigen, älteren Erwachsenen mit einer niedrigeren Frakturinzidenz in Zusammenhang stehen.

Sie stellten fest, dass Kalzium-, Kalzium-plus-Vitamin-D- und nur Vitamin-D-Ergänzungen bei gemeindeansässigen, älteren Erwachsenen in keinem signifikanten Zusammenhang mit einer niedrigeren Inzidenz von Hüft-, nicht-vertebralen, vertebralen oder Gesamtfrakturen standen.  

Die Autoren hebten frühere Forschungsarbeiten hervor, die von einer Senkung des Frakturrisikos durch Kalzium- und Vitamin-D-Ergänzungen bei in betreuten Wohnverhältnissen lebenden Personen berichteten. Sie sagten, dass diese Populationen aufgrund schlechterer Mobilität, unregelmäßiger Sonnenexposition und schlechterer Ernährung eher unter Osteoporose leiden und dass ältere Personen, die in Pflegeeinrichtungen wohnen, möglicherweise von Kalzium- oder Vitamin-D-Ergänzungen profitieren. Sie schlossen damit ab, dass die Ergebnisse jedoch nicht für die routinemäßige Anwendung dieser Ergänzungen bei gemeindeansässigen, älteren Personen sprechen.