Junge Krebsüberlebende haben häufiger schlechte Bildungs- und Beschäftigungsaussichten

  • Devine KA & al.
  • Cancer

  • Petra Kittner
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Überlebende von Krebserkrankungen im Kindes-, Jugendlichen- und jungen Erwachsenenalter (CAYA) haben ein höheres Risiko für ein niedrigeres Bildungsniveau und Arbeitslosigkeit.

Warum das wichtig ist

  • Obwohl die Überlebensraten für CAYA-Krebserkrankungen signifikant gestiegen sind, weiß man wenig über die langfristige Lebensqualität der Überlebenden, einschließlich Bildungsabschluss und Beschäftigung.

Studiendesign

  • Forscher der International Late Effects of Childhood Cancer Guideline Harmonization Group führten einen Review von 82 relevanten Studien aus 17 Ländern durch.
  • Finanzierung: Krebsliga Zentralschweiz und andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • Überlebende von CAYA-Krebserkrankungen haben im Vergleich zu Geschwistern, Gleichaltrigen oder der Allgemeinbevölkerung eine höhere Wahrscheinlichkeit, einen niedrigeren Bildungsabschluss zu erreichen.
  • Krankheitsbezogene Risikofaktoren für einen niedrigeren Bildungsabschluss waren:
    • Primärdiagnose eines Tumors im zentralen Nervensystem.
    • Krebsdiagnose in jüngerem Alter.
    • Sarkom der oberen Extremitäten.
    • Anamnese eines Krebsrezidivs.
    • Späte Auswirkungen einer Krebserkrankung, einschließlich neurokognitiver Störungen, psychischem Stress sowie Seh- oder Hörstörungen.
  • Behandlungsbedingte Risikofaktoren für einen niedrigeren Bildungsabschluss waren:
    • Strahlentherapie des Gehirns.
    • Amputation aufgrund eines Sarkoms.
    • Behandlung mit alkylierenden Wirkstoffen.
    • Aufenthalt auf Intensivstation.
  • Überlebende von CAYA-Krebserkrankungen haben zudem ein größeres Risiko für Arbeitslosigkeit im Vergleich zu den Kontrollgruppen, wobei ein niedrigeres Bildungsniveau und weibliches Geschlecht zwei wesentliche demographische Risikofaktoren sind.

Einschränkungen

  • Sehr wenige Studien im Review wurden außerhalb von Nordamerika oder Europa durchgeführt.
  • Schutzfaktoren gegen schlechte Bildungs- und Beschäftigungsaussichten wurden nicht ermittelt.