Jährlicher Impfbericht der WHO zeigt viele Verbesserungen, aber auch aufkommende Bedrohungen

  • Strategic Advisory Group of Experts on Immunization. World Health Organization
  • Strategic Advisory Group of Experts on Immunization. World Health Organization
  • 07.11.2018

  • aus Priscilla Lynch
  • Studien – kurz & knapp
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Laut dem Strategischen Beirat für Immunisierungsfragen (SAGE) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem Kommentar zu den Daten des Impfberichts 2017, wurden bei den jährlichen Immunisierungsmeilensteinen viele Verbesserungen erzielt, doch sieht sich der Fortschritt gegenwärtig auch durch bedeutende Herausforderungen bedroht.

Die wesentlichen Erkenntnisse des Sachstandsberichts des globalen Impfaktionsplans 2018 umfassen folgende Punkte:

  • Mehr als 116 Millionen Kinder wurden gegen die wichtigsten Krankheiten geimpft.
  • Drei weitere Länder konnten die Ausrottung von Tetanus bei Neugeborenen und bei Müttern melden; dazu zählt auch Haiti, wodurch Amerika die dritte WHO-Region wird, die die Ausrottung erzielt hat.
  • Die WHO-Region Östliches Mittelmeer konnte eine Durchimpfungsrate bei Basis-Impfungen in der Höhe von mehr als 80 % aufrechterhalten, obwohl acht Länder von humanitären Krisen betroffen waren.
  • In der WHO-Region Afrika stiegen die staatlichen Ausgaben für Impfungen zwischen 2010 und 2017 um 130 %.
  • In der WHO-Region Westlicher Pazifik wurde die niedrigste Maserninzidenz aller Zeiten gemessen und in zwei Ländern konnte erstmals die Ausrottung von Röteln bestätigt werden.
  • Die Ausrottung von Masern ist stark gefährdet: Es gab zahlreiche Ausbrüche im letzten Jahr und die Krankheit ist nun erneut in allen WHO-Regionen endemisch.
  • Seit 2014 ist die Anzahl an Ländern, die Impfskepsis melden, stetig gestiegen und erreichte 2017 83 %.

Der Bericht trifft zu einem entscheidenden Zeitpunkt ein, da die weltweite Immunisierungsgemeinschaft eine neue Impfstrategie für die Zeit ab 2020 plant.