Italienische Behörden ordnen Beschlagnahme von Ärzte-ohne-Grenzen-Schiff an


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Die Organisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) hat die Entscheidung der italienischen Behörden zur Anordnung der Beschlagnahme des Schiffes „Aquarius“ und Sperre der Bankkonten der Organisation stark kritisiert.

Die italienischen Behörden behaupten, das Schiff habe sich möglicherweise illegal potenziell toxischer medizinischer Abfälle entledigt. Dem widerspricht MSF entschieden.

In einer Stellungnahme sagte MSF: „Die Forderung der Beschlagnahme der Aquarius und die Anordnung zur Sperre unserer Bankkonten folgen einer langjährigen Untersuchung der Staatsanwaltschaft von Catania bezüglich der Entsorgung von auf dem Schiff befindlichen Abfällen, mit besonderer Bezugnahme auf Essensreste, Kleidung von geretteten Menschen und Abfälle von den medizinischen Aktivitäten des Schiffs.

Wir haben uns bei den Tätigkeiten in den Häfen des MSF-Such- und Rettungsschiffs, insbesondere bei der Abfallbeseitigung, stets an die übliche Vorgehensweise gehalten.“

Die MSF beschrieb die Maßnahme als einen „düsteren Angriff“ auf lebensrettende medizinisch-humanitäre Aktionen im Mittelmeer. 

Die Organisation sagt, sie werde Einspruch beim italienischen Rechtsmittelgericht einreichen.   

Die Organisation MSF hat seit 2015 in Koordination mit Seebehörden über 80.000 Menschen gerettet und versorgt, auch auf ihrem Schiff Aquarius.