Ist Forschung für Ärzte noch zu leisten?

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Würzburg (pag) – Clinician Scientists gelten als Bindeglied zwischen Klinik und Forschung. Auf einem interdisziplinären Symposium haben sie sich kürzlich ausgetauscht. Denn trotz im Lehrplan verankerter Programme für eine geschützte Forschungszeit neben der Klinik gibt es immer weniger Mediziner, die diesen Weg einschlagen möchten.

Bei der Veranstaltung ist Konsens: Clinician Scientists können durch ihre klinische Erfahrung optimal translationale Forschung betreiben und steuern. Die Ergebnisse aus der Grundlagenforschung finden so rasch ihren Weg an das Patientenbett. Ärzte, die sich mit der akribischen, systematischen Arbeit in der Grundlagenforschung und dem kritischen Hinterfragen feststehender Dogmen beschäftigen, seien für die moderne Medizin unverzichtbar, heißt es weiter.

Inzwischen gibt es an vielen Universitätsstandorten Clinician-Scientist-Programme. Zwar bekommen die Ärzte dadurch mehr Zeit für ihre Forschung, dennoch bleibt die Herausforderung, Klinik, Forschung, Lehre und Familie langfristig unter einen Hut zu bringen. Viele stoßen dabei an ihre Grenzen. Wie dieser Konflikt künftig entschärft beziehungsweise gelöst werden könnte, ist ein häufig diskutiertes Thema auf dem Symposium.

Außerdem geht es darum, Forschungszeit für die Facharztweiterbildung anzuerkennen. Allerdings wird das von den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Die Teilnehmer diskutieren auch, welche Kriterien ein gutes Clinician-Scientist-Programm erfüllen sollte und über die Perspektiven nach der Ausbildung an den Universitätskliniken. „Nur wenn genügend Stellen für forschende Fachärzte zur Verfügung stehen, lohnt sich der anspruchsvolle Weg als Clinician Scientist“, sagt Johannes Völker vom Clinician-Scientist-Programm des Interdisziplinären Zentrums für Klinische Forschung Würzburg (IZKF).

Die Teilnehmer des IZKF-Clinician-Scientist-Programms haben das Symposium ausgerichtet.