Ist es das Aus für die Radiochemotherapie bei resezierbarem GC?

  • Lancet Oncol

  • aus Kelli Whitlock Burton
  • Studien - kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine präoperative Chemotherapie, ein operativer Eingriff und eine postoperative Radiochemotherapie verbessern das Gesamtüberleben (OS) im Vergleich zu einer präoperativen Chemotherapie und Operation bei Patienten mit resezierbarem Magenkarzinom (GC) nicht.

Warum das wichtig ist

  • Die präoperative Chemotherapie mit anschließender Operation und einer postoperativen Radiochemotherapie sind die Standardbehandlung für resezierbaren GC in den USA, die sich auf Ergebnisse einer Studie von 2001 stützt. Eine perioperative Chemotherapie und Operation, basierend auf den Ergebnissen einer Studie von 2006, wiederum, ist die bevorzugte Behandlung in Europa.
  • Die Autoren eines Begleitkommentars gehen davon aus, dass diese neuen Erkenntnisse der Radiochemotherapie bei resezierbarem GC eine begrenzte Rolle beimessen.

Studiendesign

  • Offene, randomisierte, multizentrische, internationale Phase-III-Studie, CRITICS (Eine multizentrische, randomisierte Phase-III-Studie zur neoadjuvanten Chemotherapie, gefolgt von einer Operation und Chemotherapie oder von einer Operation und einer Radiochemotherapie bei resezierbarem Magenkarzinom).
  • 788 Patienten mit resezierbarem GC erhielten eine perioperative Chemotherapie (Chemotherapie-Gruppe; n = 393) oder perioperative Chemotherapie mit postoperativer Radiochemotherapie (Radiochemotherapie; n = 395).
  • Finanzierung: Dutch Cancer Society und andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • 95 % der Chemotherapie-Gruppe und 93 % der Radiochemotherapie-Gruppe unterzogen sich einer Operation.
  • 233 Patienten begannen eine postoperative Chemotherapie bzw. 245 Patienten eine postoperative Radiochemotherapie.
  • 43 Monate medianes OS in der Chemotherapie-Gruppe vs. 37 Monate Radiochemotherapie-Gruppe (HR: 1,01; 95 %-KI: 0,84–1,22).
  • Insgesamt gaben 98 % der Patienten unerwünschte Ereignisse (UEs) während der präoperativen Therapie an.
  • Postoperative UEs waren zwischen den Gruppen ähnlich.

Einschränkungen

  • Einige Patienten hatten keine postoperative Behandlung.