Ist das Pankreaskarzinom eine naturgemäß systemische Erkrankung?

  • Jones RP & al.
  • JAMA Surg
  • 04.09.2019

  • von Jim Kling
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine Analyse der ESPAC-4-Studie zeigt ähnliche Muster für lokale und Fernrezidive nach Resektion plus adjuvante Therapie beim duktalen Adenokarzinom des Pankreas (PDAC), aber es bestehen weiterhin Fragen.

Warum das wichtig ist

  • PDAC kann sich wie eine systemische Erkrankung verhalten, aber die unterschiedliche Auswirkung einer adjuvanten Therapie auf die lokale vs. Fernrezidivrate lässt vermuten, dass das lokale Wiederauftreten einmalig ist, gemäß eines dazugehörigen Leitartikels.

Studiendesign

  • Sekundäre Analyse einer Studie, bei der 730 PDAC-Patienten reseziert wurden und randomisiert einer adjuvanten Therapie mit Gemcitabin ± Capecitabin zugeteilt wurden.
  • Finanzierung: Cancer Research UK, Royal Liverpool and Broadgreen University Hospitals National Health Services Trust.

Wesentliche Ergebnisse

  • Im Vergleich zu einer Gemcitabin-Monotherapie senkte die Kombinationstherapie lokale Rezidive (HR 0,77; p=0,04), jedoch nicht Fernrezidive (HR 1,01; 95% KI 0,782-1,295).
  • Gemcitabin+Capecitabin reduzierte gegenüber der Gemcitabin-Monotherapie die Mortaliät nach Rezidiven (HR 0,79; p= 0,03).
  • Fernrezidive traten früher auf als lokale Rezidive (durchschnittlich 11,27 Monate vs. 13,57 Monate; HR 1,2; p=0,04).
  • Es gab keinen signifikanten Unterschied beim Gesamtüberleben zwischen alleinigem Fernrezidiv, lokalem plus Fernrezidiv und alleinigem Lokalrezidiv.

Einschränkungen

  • Sekundäre Analyse.
  • Weniger relevant im Zeitalter von adjuvantem FOLFIRINOX (Fluorouracil, Leucovorin, Oxaliplatin und Irinotecan).