IQWiG: Meldungen zum Zusatznutzen im Juni 2020


  • Bettina Martini
  • Arzneimittel-Updates
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Das unabhängige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) untersucht den Nutzen und den Schaden von medizinischen Maßnahmen für Patientinnen und Patienten.

Wesentliche Ergebnisse einiger Dossierbewertungen, die das IQWiG gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) im Juni 2020 veröffentlicht hat, sind hier zusammengefasst:

Brolucizumab (Beovu, Novartis) Erwachsene mit neovaskulärer (feuchter) altersabhängiger Makuladegeneration: Mangels geeigneter Studiendaten Zusatznutzen nicht belegt.

Fidaxomicin (Dificlir, Astellas) bei Kindern und Jugendlichen mit Clostrioides-difficile-Infektion:

·         Bei Mädchen mit einem milden Verlauf ist ein Zusatznutzen nicht belegt.

·         Bei Jungen mit einem milden Verlauf besteht ein Anhaltspunkt für einen geringeren Nutzen.

·         Bei schwerer unf/oder rekurrentermVerlauf besteht ein Anhaltspunkt für einen beträchtlichen Zusatznutzen.

Riociguat (Adempas, MSD) bei Erwachsenen mit pulmonal arterieller Hypertonie (PAH) oder chronisch thromboembolischer pulmonaler Hypertonie (CTEPH), jeweils der WHO-Funktionsklasse II bis III, zur Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit (Neubewertung nach Überschreitung der 50 Mio.-Euro-Grenze): Mangels geeigneter Studiendaten ist ein Zusatznutzen nicht belegt.

Romosozumab (Evenity, UCB Pharma) bei postmenopausalen Frauen mit manifester Osteoporose und deutlich erhöhtem Frakturrisiko: Es werden ausschließlich positive Effekte gegenüber Alendronsäure beobachtet. Somit besteht ein Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen.