IQWiG: Aktuelle Nutzenbewertungen im August 2020


  • Bettina Martini
  • Arzneimittel-Updates
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Das unabhängige Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen ( IQWiG ) untersucht den Nutzen und den Schaden von medizinischen Maßnahmen für Patientinnen und Patienten.

Wesentliche Ergebnisse einiger Dossierbewertungen (nicht-onkologische Indikationen), die das  IQWiG  gemäß Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz ( AMNOG ) im August 2020 veröffentlicht hat, sind hier zusammengefasst:

  • Apremilast (Otezla, Amgen) bei Erwachsenen mit dem Behçet-Syndrom und oralen Aphthen, für die eine systemische Therapie infrage kommt: Ein Zusatznutzen ist mangels geeigneter Vergleichsdaten nicht belegt.
  • Brolucizumab (Beovu, Novartis) bei Erwachsenen mit neovaskulärer (feuchter) altersabhängiger Makuladegeneration: Mangels geeigneter Studiendaten ist ein Zusatznutzen nicht belegt.
  • Naldemedin (Ricmoic, Hexal) bei Erwachsenen mit Opioid-induzierter Obstipation, die bereits mit einem Laxans behandelt wurden: Ein Zusatznutzen ist nicht belegt.
  • Romosozumab (Evenity, UCB Pharma, Neubewertung nach Vorliegen eines Addendums) bei postmenopausalen Frauen mit manifester Osteoporose und deutlich erhöhtem Frakturrisiko: Ein negativer Effekt für den Endpunkt zerebrovaskuläres Ereignis relativiert positive Effekte, somit besteht nun ein Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen.
  • Solriamfetol (Sunosi, Jazz Pharmaceuticals) zur Verbesserung der Wachheit und Reduktion übermäßiger Schläfrigkeit während des Tages bei Erwachsenen mit Narkolepsie: Für beide Fragestellungen (Betroffene mit/ohne Kataplexie) ist ein Zusatznutzen nicht belegt.