Intervention erhöht Mammogramm-Rate bei Überlebenden von Krebs im Kindesalter

  • Oeffinger KC & al.
  • J Clin Oncol
  • 01.07.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Eine einfache Intervention, die aus dem Versand von Begleitmaterialien und einer telefonischen Beratung besteht, verbessert die Mammographie-, jedoch nicht die MRT-Raten bei Überlebenden von Krebs in der Kindheit mit hohem Brustkrebsrisiko aufgrund der früheren Brustbestrahlung.
  • Fehlende ärztliche Empfehlung wurde als eine entscheidende Barriere für höhere Screening-Raten angegeben.

Warum das wichtig ist

  • Die American Cancer Society und andere empfehlen ein jährliches Screening der Brust mittels Mammographie und MRT für diese Hochrisiko-Gruppe von Überlebenden. Viele von ihnen folgen dieser Empfehlung jedoch nicht.
  • Ärzte sollten das Screening ebenfalls ihren Risikopatientinnen direkt empfehlen.
  • Wenn diese Hochrisiko-Gruppe Brustkrebs entwickelt, so eine aktuelle Begleitstudie, geht dieser mit einer höheren Mortalität einher als bei Frauen mit De-novo-Erkrankung.

Studiendesign

  • In der randomisierten kontrollierten Studie, EMPOWER, (n = 204, Alter: 25–50 Jahre) wurden Überlebende von Krebs im Kindesalter (Thorax-Radiotherapie ≥ 20 Gy) entweder dem Erhalt einer Intervention oder einer Teilnahmeerinnerung (per Post verschickte Informationen, aber keine Beratung bei Brustkrebs) zugewiesen.
  • Finanzierung: NIH; andere Sponsoren.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Interventionsgruppe (vs. Kontrolle) gab mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Mammogramm (33,1 % vs. 17,6 %; relatives Risiko [RR]: 1,9; 95 %-KI: 1,1–3,3), das primäre Ergebnis, jedoch keine MRT an.
  • Die Intervention war bei Frauen im Alter von 25–39 Jahren erfolgreicher (RR: 2,2; 95 %-KI: 1,1–4,7).
  • Zu den Barrieren für ein Screening zählten fehlende ärztliche Empfehlung (von 29,4 %–37,5 % angegeben), Kosten und fehlende Symptome.

Einschränkungen

  • Bericht nach Eigenangaben zu bildgebenden Verfahren.