Intervall-Mammakarzinome mit einem höheren Risiko für andere Tumoren verbunden

  • Grassmann F & al.
  • Nat Commun
  • 22.10.2019

  • von Miriam Davis, PhD
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Gemäß einer kombinierten Analyse von 2 schwedischen Kohorten und 1 amerikanischen Kohorte sind Intervall-Mammakarzinome (ein Mammakarzinom, das zwischen 2 Mammographie-Screenings diagnostiziert wurde) mit einer größeren Wahrscheinlichkeit für andere Tumorarten assoziiert, sowohl vor als auch nach der Detektion des Intervall-Mammakarzinoms.

Warum das wichtig ist

  • Wenn Intervall-Mammakarzinome diagnostiziert werden, sollten Kliniker ein hohes Maß an Wachsamkeit bezüglich anderer Tumorarten walten lassen.

Studiendesign

  • Prospektive kombinierte Kohortenstudie (n=14.846) bestehend aus 3 Kohorten: KARMA, LIBRO (beide schwedisch) und der Women's Health Initiative (die amerikanische Kohorte).
  • Finanzierung: Swedish Research Council; NIH; andere.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die kombinierte Kohorte bestand zu 11,9% (n=1771) aus Intervall-Mammakarzinomen und zu 88,1% (n=13.074) aus Fällen von Brustkrebs, die beim Screening entdeckt wurden.
  • Bei Patientinnen mit einem Intervall-Mammakarzinom war die Wahrscheinlichkeit größer als bei Patientinnen mit einem beim Screening detektierten Mammakarzinom:
    • Einen anderen Krebstumor als das Mammakarzinom vor der Intervall-Diagnose zu haben (OR 1,43; 95% KI 1,19-1,70).
    • Einen anderen Krebstumor als das Mammakarzinom nach der Intervall-Diagnose zu haben (OR 1,28; 95% KI 1,14-1,44).
    • Eine familiäre Vorbelastung durch Nicht-Brustkrebstumoren zu haben (OR 1,94; 95% KI 1,00-3,68).
    • Einen niedrigeren genetischen Risiko-Score basierend auf häufigen Varianten von 12 verschiedenen Nicht-Brustkrebstumoren zu haben (OR pro Standardabweichung 0,85; 95% KI 0,76-0,95).

Einschränkungen

  • Beobachtungsdesign.