Internationale medizinische Maßnahmen im Kampf gegen Terrorismus benötigt


  • Mary Corcoran
  • Univadis Medical News
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Ärzte in Frankreich haben im The Lancet Details der medizinischen Maßnahmen veröffentlicht, die sie auf die verheerenden terroristischen Angriffe in Paris und Nizza hin ergriffen hatten, und in ihrem Artikel die internationale Ärzteschaft dazu aufgefordert, ihre Maßnahmen in Reaktion auf terroristische Angriffe ebenso zu veröffentlichen, damit „sie allen Menschen zugute kommen“. 

2015 wurden während der Angriffe in Paris 137 Menschen getötet und 413 verletzt. In Nizza wurden 2016 87 Personen getötet und 458 verletzt. Nach diesen Vorfällen veränderten französische Ärzte die Notfallpläne des Landes entsprechend, um besser vor terroristischen Attacken gerüstet zu sein.

Die Autoren schreiben nicht nur darüber, wie effektiv das Land auf die Angriffe reagierte, sondern diskutierten auch einige Defizite und die Erkenntnisse, die sie daraus gewannen, insbesondere hinsichtlich der verspäteten Identifizierung von Opfern und der Notwendigkeit, auf einen kontinuierlichen Zustrom von Patienten, die psychologisch betreut werden müssen, reagieren zu können. 

Sie sind der Meinung, „dass es keinen Grund gibt, zu glauben, dass Terrorismus weniger gewalttätig wird“ und raten dazu, die Notfalldienste besser auf sehr unterschiedliche Szenarien vorzubereiten, unter anderem auch auf Angriffe mit chemischen Waffen.

Zudem raten sie, die Krankenhäuser selbst vor Angriffen zu schützen. „Gesundheitseinrichtungen sind keine Zufluchtsstätten mehr, sondern vielmehr weiche Ziele für Terroristen. Die medizinischen Fachkräfte müssen sich um ihre eigene Sicherheit kümmern.“