Intensiv vorbehandelter Ovarialkrebs: Avelumab schneidet in Phase-IB-Studie JAVELIN gut ab

  • Disis ML & al.
  • JAMA Oncol
  • 24.01.2019

  • von Deepa Koli
  • Studien – kurz & knapp
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Erkenntnis

  • Avelumab beweist eine krebsbekämpfende Wirkung und akzeptable Sicherheit bei intensiv vorbehandelten Patientinnen mit rezidivierendem oder refraktärem Ovarialkrebs, die nach einer platinbasierten Chemotherapie ein Rezidiv erlitten hatten.
  • Die Patientinnen sprachen unabhängig vom Status des programmierten Zelltodliganden 1  (PD-L1) und BRCA an.

Warum das wichtig ist

  • Die Standardtherapien erweisen sich bei platinresistenter oder refraktärer Krankheit als begrenzt nützlich.
  • Die Ergebnisse müssen eingehender untersucht werden.

Studiendesign

  • Offene Phase-IB-Studie zu soliden Tumoren, JAVELIN (Eine offene Phase-I-Studie mit mehrfacher Dosissteigerung zur Untersuchung der Sicherheit, Verträglichkeit, Pharmakokinetik und biologischen und klinischen Aktivität von Avelumab [MSBOO10718C] bei Patienten mit metastatischen oder lokal fortgeschrittenen soliden Tumoren und Erweiterung auf bestimmte Indikationen), von 125 Patientinnen mit intensiv vorbehandeltem rezidivierendem oder refraktärem Ovarialkrebs, die nach einer platinbasierten Chemotherapie ein Rezidiv erlitten hatten.
  • Finanzierung: Merck KGaA, Darmstadt, Deutschland.

Wesentliche Ergebnisse

  • Die Patientinnen hatten median 3 vorherige Therapielinien mit Chemotherapie erhalten.
  • Die objektive Ansprechrate (ORR) betrug 9,6 % und die immun-assoziierte ORR 12,8 %.
  • Bei 8,8 % der Patientinnen kam es zu einem teilweisen und bei 0,8 % zu einem vollständigen Ansprechen.
  • Die Krankheitskontrollrate betrug 52,0 %.
  • Die mediane Zeit bis zum Ansprechen betrug 8,9 Wochen und die mediane Ansprechdauer 10,4 Monate.
  • Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug 2,6 (95 %-KI: 1,4–2,8) Monate und das mediane Gesamtüberleben (OS) 11,2 (95 %-KI: 8,7–15,4).
  • Die ORR bei Patientinnen mit PD-L1-positiven und -negativen Tumoren betrug 11,8 % bzw. 7,9 %.
  • Die ORR bei Patientinnen mit Tumoren mit BRCA-Mutation und -Wildtyp betrug 12,5 % bzw. 7,9 %.
  • Rate behandlungsbedingter unerwünschter Ereignisse (AE): jeden Grads: 68,8 %; Grad 3–4: 7,2 %.
  • 33,6 % der Patientinnen meldeten schwerwiegende UE.
  • 20,0 % der Patientinnen erlitten infusionsassoziierte UE und 16,8 % immunassoziierte UE.
  • Andere häufige UE jeden Grads waren Ermüdung (13,6 %), Diarrhö (12,0 %) und Übelkeit (11,2 %).

Einschränkungen

  • Einarmiges Design.