Intensität einer Schilddrüsenhormonbehandlung möglicherweise modifizierbarer Risikofaktor für kardiovaskulären Tod

  • Evron JM & al.
  • JAMA Netw Open

  • Univadis
  • Clinical Summary
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Erkenntnis

  • Sowohl eine exogen verursachte Hypo- als auch eine exogen verursachte Hyperthyreose waren in dieser großen Studie bei Veteranen, die Levothyroxin einnahmen, mit einem höheren Risiko für kardiovaskulären Tod assoziiert.
  • Die Intensität einer Schilddrüsenhormonbehandlung ist möglicherweise ein Risikofaktor für kardiovaskulären Tod, der modifiziert werden kann.
  • Die Autoren fordern die Aufrechterhaltung eines Zustands der Euthyreose bei Patienten, die exogenes Schilddrüsenhormon erhalten.

Warum das wichtig ist

  • Kardiovaskulärer Tod und Schilddrüsenersatztherapie sind häufig, etwaige Zusammenhänge dazwischen sind jedoch kaum beschrieben.
  • Bis zur Hälfte der Patienten, die mit Levothyroxin behandelt werden, weisen abnormale Thyreotropinspiegel auf.

Wesentliche Ergebnisse

  • Mediane Nachbeobachtung: 4 Jahre
  • aHRs für kardiovaskuläre Mortalität vs. Patienten mit Euthyreose:
    • Exogen verursachte Hyperthyreose (z. B. definiert durch Thyreotropinspiegel von < 0,1 mIE/l): 1,39 (95 %-KI: 1,32–1,47)
    • Exogen verursachte Hypothyreose (z. B. definiert durch Thyreotropinspiegel von > 20 mIE/l): 2,67 (95 %-KI: 2,55–2,80)
    • Bei Hypothyreose stieg das Risiko schrittweise mit dem Thyreotropinspiegel an.
  • Auch Anomalien des Spiegels an freiem Thyroxin waren mit einem Risiko assoziiert.
  • Bei älteren Erwachsenen war der Thyreotropinspiegel in Bezug auf kardiovaskulären Tod aussagekräftiger als der Spiegel an freiem Thyroxin.

Studiendesign

  • Retrospektive Studie mit 2 Kohorten von US-Veteranen, die zwischen 2004 und 2017 mit Schilddrüsenhormon behandelt wurden (n = 705.307)
  • Bei den Teilnehmern erfolgten nach Behandlungsbeginn ≥ 2 Messungen, des Serumthyrotropinspiegels und/oder des Spiegels an freiem Thyroxin.
  • Kardiovaskuläre Mortalität:
  • Finanzierung: NIH, Forschungszentren an US-amerikanischen Universitäten

Einschränkungen

  • Mögliches Vorliegen restlicher Störfaktoren
  • Frauen waren unterrepräsentiert.
  • Es wurde kein Kausalzusammenhang ermittelt.