Inhalative Antibiotika für wiederkehrende Infektionen der Atemwege bei Patienten mit neuromuskulärer Erkrankung


  • Priscilla Lynch
  • Univadis Medical News
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Eine inhalative Antibiotikatherapie verbessert die respiratorische Morbidität und reduziert die Häufigkeit von Infektionen der Atemwege bei Patienten mit schwerer neurologischer Beeinträchtigung gemäß einer neuen, inERJ Open Research veröffentlichten Forschungsarbeit.

Es wurde eine retrospektive Datenanalyse von 20 Patienten (11 nicht-tracheotomiert und 9 tracheotomiert) mit neurologischer Beeinträchtigung und mikrobieller Besiedelung der Atemwege durchgeführt, um zu untersuchen, ob eine inhalative Antibiotikatherapie die Morbidität dieser Patienten verbessern kann.

Teilnehmer/Pfleger füllten zwei Fragebögen aus, die die Anzahl ihrer Atemwegsinfektionen, Antibiotikatherapien und die Häufigkeit von Krankenhausaufenthalten erfragten, und zwar 12 Monate vor Beginn der inhalativen Antibiotika und während der ersten 12 Monate unter der Therapie.

Während der ersten 12 Monate der Therapie reduzierte sich die Häufigkeit von Infektionen der Atemwege bei allen Teilnehmern von durchschnittlich 6,8 Episoden (Median [Interquartilsabstand (IQR)]: 6,0 [4,0–10,0] Episoden) auf 2,5 Episoden (Median [IQR]: 2,0 [1,0–3,0]) Episoden; p 

Zusätzlich wurde eine signifikante Reduktion der systemischen Antibiotikatherapien (Mittelwert: 7,7 vs. 2,5; p  0,9 Episoden; p 

Dieser Effekt konnte in einer Subgruppenanalyse sowohl bei tracheotomierten als auch bei nicht-tracheotomierten Patienten nachgewiesen werden. Die Reduktion der Atemwegsinfektionen und systemischen Antibiotikatherapien war jedoch in der nicht-tracheotomierten Gruppe signifikant größer.

Die Forscher schlossen damit ab, dass nun größere prospektive Studien durchgeführt werden sollten.